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Bilanz

Jahresrückblick 2024

Vor einem Jahr habe ich Bilanz für 2023 gezogen. Doch 2024 wurde für mich ein Jahr der Entdeckungen und Herausforderungen, und davon möchte ich kurz erzählen.

Papierkram
Der Winter ist eine Zeit der Stille und der Pläne. Während mich die Kälte an Land hielt, bereitete ich mich auf die Saison vor: beantragte die Funklizenz (60 €), registrierte das Boot (35 €) und bestellte meinen ersten Bordstempel (15 €). Solche kleinen Schritte gaben mir das Gefühl, mit dem Meer verbunden zu bleiben.

Ausbildung
Gleichzeitig suchte ich nach Segelkursen, um mich weiterzubilden. Meine Wahl fiel auf das Ausbildungssystem der RYA: Ich drückte die Schulbank und bestand bei Ardent Training die Prüfung zum RYA Coastal Skipper & Yachtmaster Offshore (350 €). Bei Alexander Guskow von Force Sail besuchte ich Seminare zur Segeltheorie (75 €) und zu maritimen Wettervorhersagen (75 €). Ich bereue keine Minute: Das Wissen hat mir das ganze Jahr über beim Segeln immer wieder geholfen.

Wartung
Die Marina übernahm die winterliche Wartung (503 €), und dabei fand man einen von der Kurbelwelle verbogenen Ölmessstab. Als ich davon hörte, rutschte mir das Herz in die Hose: „Fällt die Saison aus? Muss ich Tausende Euro in die Reparatur stecken?“ In diesen Tagen lebte ich buchstäblich in Foren und Chats und sammelte Ratschläge und Zuspruch. Die Mechaniker erklärten: Entweder ziehe ich den Messstab auf eigene Gefahr selbst heraus, oder der Motor muss komplett zerlegt werden. Alles so lassen, wie es ist, kam auf keinen Fall infrage. Zu Hilfe kam Grigori, Autor des Kanals „Meerbär“, der mit einem ordentlichen Werkzeugkoffer anrückte und mir half, die Sache in den Griff zu bekommen.

Als ich mich beruhigt hatte, wandte ich mich an die Segelmacherei. Die Sprayhood bekam ein neues Fenster und frische Nähte (110 €), an der Genua wurden die Nähte verstärkt, den Tausch des UV-Schutzstreifens hat man mir ausgeredet (132 €), und die Sturmfock bekam einen neuen Reißverschluss (150 €).

Parallel machte ich den Rumpf für die Saison fertig. Ich wusch, polierte und wachste das Gelcoat. Ich schliff das Unterwasserschiff an und versah es mit Primer und anschließend mit Antifouling. Auch um den Propeller kümmerte ich mich eigens. Für Schleifmaschine, Farben und sonstiges Material gingen rund 700 € drauf.

Im Frühling kam der Tag, an dem das Boot ins Wasser gelassen und der Mast gestellt wurde. Doch die kleinen Reparaturen rissen nicht ab:
- ersetzte Radarreflektoren, Windex und LED-Lampen
- konfigurierte Garmin inReach und AIS
- überholte und schmierte die Winschen
- dichtete die Bullaugen ab und ölte das Holz
- erneuerte die Victron-Ladetechnik für die Batterien (Blue Charger, Orion-Tr)
- baute die Navigationsinstrumente ein
- reparierte ich die Wallas-Petroleumheizung
- installierte einen Kraftstoffvorfilter und erneuerte das Fett an der Stopfbuchse der Welle
- montierte eine Ankerhalterung an der Reling
- spülte den Wassertank
Dabei habe ich mir eine Menge Fertigkeiten angeeignet, an die ich vorher nicht einmal gedacht hatte.

(Fortsetzung unten)


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