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Reparatur und Wartung

Im Herbst habe ich mir für 70 € einen kleinen Hochdruckreiniger Kärcher K2 gekauft.

Im Herbst habe ich mir für 70 € einen kleinen Hochdruckreiniger Kärcher K2 gekauft. Ein Wunder blieb aus: Die Farbspritzer vom Voreigner sind immer noch da. Schlimmes ist aber auch nicht passiert: Die Macken sind nicht größer geworden. Das Schöne: Den Schmutz hat er weggekriegt.

Gefreut hat mich, wie er den grünen Belag von den Sicherheitsleinen (lifeline), den Festmachern (mooring lines), den Bullaugen (portlights), den hölzernen Handläufen (handrails), der Pinne (tiller) und anderen Holzteilen geholt hat. Die Freude ließ nach, als die Festmacher ausfransten (die äußeren Fasern rissen), sich die Dichtmasse von den Bullaugen löste und das Holz ausgewaschen wurde.

Die Festmacher halten noch eine Saison. Die Sicherheitsleine ist in Ordnung. Durch die Luke fing Wasser an zu sickern. Allerdings ist die Dichtung dort alt und rissig. Als Ersatz habe ich für 16 € 3 Meter selbstklebendes (self-adhesive) Gummiband 20 mm × 10 mm (rubber strip) gekauft. Vor dem Aufkleben bin ich mit Spachtel und Spiritus über die Fläche gegangen. Mit dem Ergebnis bin ich zufrieden, bei den Backskisten (lockers) mache ich das auch noch.

Von den Fenstern habe ich die Reste der Dichtmasse mit dem Spachtel entfernt, die Fläche mit Spiritus abgewischt und für 15 € schwarzes Sikaflex 591 mit UV-Schutz sowie für 12 € ein Set Fugenabzieher (Sealant Joint Tool Kit) gekauft. Mit der Kartuschenpistole (caulking gun) habe ich die Dichtmasse aufgetragen und mit den Abziehern glattgezogen. In Wirklichkeit habe ich mich und alles um mich herum vollgeschmiert. Handschuhe und Malerkrepp wären eine gute Idee gewesen. Nach dem Aushärten lässt sich die Fläche mit Spachtel und Spiritus leicht sauber machen.

Beim Holz ist es schwieriger. Die Lackreste habe ich mit 60er-Körnung entfernt. Die Riefen mit 80er geglättet. Mit 240er feingeschliffen. Mit 600er poliert. Zuzusehen, wie sich die Oberfläche mit jeder feineren Körnung verändert und neue Details hervortreten – unbezahlbar. Mit einem Schaumstoffpinsel (foam brush) habe ich 3–4 Schichten Teaköl aufgetragen. Es sieht aus wie Beize. Vielleicht ist es auch welche. Klebrig, und es färbt rot. Nach dem Trocknen bekommt es einen Nusston. Und macht das Holz wasserabweisend. Daran, die Umgebung mit Malerkrepp abzukleben, hatte ich nicht gedacht. Was auf dem Gelcoat angetrocknet war, bekam ich mit dem Spachtel ab. Die Spuren auf der Antirutschfläche (anti-slip) ließen sich weder mit Spiritus noch mit Petroleum, Aceton oder Testbenzin entfernen.

#Wartung
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