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Reparatur und Wartung

Schon das dritte Wochenende in Folge liegt Lübeck mitten in einem Hoch.

Schon das dritte Wochenende in Folge liegt Lübeck mitten in einem Hoch. Kein Wind. Aber auf einer Yacht gibt es immer etwas zu tun.

Ich fing damit an, die Dichtungen (foam seal stripe) an der Luke (hatch) und den Backskisten (lockers) zu erneuern. Die Flächen habe ich gereinigt und mit Spiritus entfettet. Die Streifen klebte ich entlang der Spuren der alten. Für die Luke nahm ich ein dickeres Band, 20 mm × 15 mm × 2 m (B×H×L), damit sie dicht schließt. Für die Backskisten ein dünneres, 25 mm × 5 mm × 3 m, das den Kontakt dämpft, aber das Schließen nicht behindert.

Ich habe den Wassertank gespült. Laut Anleitung kamen 250 ml Reiniger auf 80 l Wasser, ich füllte die Leitungen und wartete einen Tag. Danach füllte ich dreimal Wasser ein und ließ es wieder ab. Den Wassertank voll zu halten ist gut – das senkt den Schwerpunkt und erhöht die Stabilität. Als ich aber den Druck aufdrehte und nach Lecks suchte, stieß ich auf die leeren Anschlüsse der elektrischen Pumpe und einen tropfenden Schlauch daneben. Offenbar hatte man sie zum Trocknen abgeklemmt – über den Winter. Das Wasser aus der Bilge saugte ich mit einer Pumpe für die Bohrmaschine ab.

Danach habe ich bis zwei Uhr nachts an der Elektrik gearbeitet. Ich verlegte 6mm AWG10 Kabel zum AIS und zum Plotter. Sonst leiden sie unter dem Spannungsabfall.

In der Bordelektrik gibt es den Datenstandard NMEA: den alten NMEA0183 und den neuen NMEA2000. So kann das AIS Daten über andere Boote an den Plotter übergeben, der Plotter eines davon über das Funkgerät anrufen, und das Funkgerät überträgt die Koordinaten von der GPS-Antenne. Bei NMEA0183 hat jedes Gerät 4 Adern: ein schnelles Paar TX1/RX1 und ein normales Paar TX2/RX2. Im Grunde ist alles einfach: Der schnelle TX1 des einen Geräts kommt an den schnellen RX1 des anderen und umgekehrt.

Bei mir:
1) Das Funkgerät ließ sich nicht mit dem GPS des AIS verbinden
2) Im Menü des Plotters lässt sich einstellen, welches Paar das schnelle ist. Das habe ich erfahren, als ich schon alles umgelötet hatte
3) Die Adern sind dünner als ein Haar. Ich musste sie samt Abschirmgeflecht verlöten
4) Am AIS gab es je 4 Adern für schnell und normal (TX+, TX-, RX+, RX-). Geholfen hat die Anleitung von der Garmin-Website: TX- nicht anschließen, RX- an Masse
5) Die Aderfarben musst du in der Dokumentation der Geräte nachschlagen

Jetzt zeigt auch der Plotter die Boote in der Umgebung an und warnt vor ihnen. Anders als Navionics berechnet er zusätzlich die Zeit bis zur größten Annäherung.

#Wartung
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