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Der vielleicht wichtigste Schritt bei der Vorbereitung des Bootes auf die neue Saison ist das Erneuern des Antifoulings. Es soll verhindern, dass sich Meeresorganismen am Unterwasserschiff ansiedeln. Was ist schon schlimm an ein paar Muscheln oder Algen? Doch sie bringen nicht nur zusätzliches Gewicht, sie kosten auch spürbar Fahrt. Ich habe schon erzählt, wie ein bewachsener Rumpf und Propeller die Geschwindigkeit meiner Yacht auf ein Fünftel gedrückt haben.
Der erste Schritt: die Oberfläche gründlich vorbereiten. Die alte Farbschicht war hart und uneben geworden, stellenweise sah man noch Abdrücke von Seepocken. Die Farbe hatte einen gelblich-grünlichen Stich angenommen, als wäre die Fläche mit Schleim überzogen. Um all das loszuwerden, muss das Unterwasserschiff geschliffen werden. Ich habe letztes Jahr mit einem billigen Schleifer von Bosch gearbeitet, und das Ganze dauerte vier Tage – in einer dichten Wolke giftigen Staubs. Er fraß sich in die Haut und fand seinen Weg sogar durch Schutzbrille und Atemschutzmaske.
In dieser Saison wollte ich es mir leichter machen und nahm die stärkere Makita BO5041, angeschlossen an einen Industriesauger Bosch UniversalVac 15. Ein voller Erfolg: An einem einzigen Tag war alles geschliffen, und Staub gab es praktisch keinen. Geschliffen habe ich bis auf eine gleichmäßige graue Schicht – die Grundierung, aufgetragen in der vergangenen Saison.
Arbeitsschritte
(Die Zeiten gelten für etwa +10 °C. Bei anderen Bedingungen schau in die Herstellerangaben.)
1. Geber und Sensoren mit Malerkrepp abkleben.
2. Das Unterwasserschiff mit P80 schleifen. Die Dauer hängt vom Zustand der alten Beschichtung und von der Leistung des Werkzeugs ab – von einigen Stunden bis zu ein paar Tagen.
3. Die Fläche mit Hempel Pre-clean Cleaner waschen. Ich habe 50 ml auf 1 Liter Wasser verdünnt – das reichte für etwa ein Drittel des Rumpfs, bis die Lösung trüb wurde.
4. (Nicht zwingend, aber ich empfehle es) Beschädigte Stellen mit Epoxidgrundierung behandeln. Wenn Reiniger und Epoxidschicht vollständig getrocknet sind, eine Einkomponenten-Grundierung auftragen. Besonders auf die Kanten an der Wasserlinie, die Verbindung von Kiel und Rumpf und vorstehende Teile achten – die bekommen beim Schleifen am meisten ab. Trockenzeit: mindestens 8 Stunden.
5. Zwei Schichten selbstpolierendes Antifouling auftragen – frühestens einen Monat und spätestens 8 Stunden vor dem Einwassern. Zwischen den Schichten 8 Stunden Pause.
6. Nicht vergessen, das Malerkrepp abzuziehen.
Material und Kosten
• 25 × 0,22 €: Schleifscheiben (125 mm, P80, Keramik-Aluminiumoxid)
• 0,15 × 23 €: Reiniger Hempel Pre-clean Cleaner (1 l)
• 0,5 × 24,00 €: Grundierung Hempel One-Component Underwater Primer (0,75 l)
• 1 × 130,00 €: Selbstpolierendes Antifouling Hempel Mille NCT (2,5 l für zwei Schichten)
• 3 × 2,25 €: Farbwanne
• 4 × 0,80 €: Schaumstoffrolle
• 1 × 1,10 €: Rollenbügel
• 1 × 14,50 €: Teleskopstiel für den Bügel
Gesamt: 196,22 €
Das ist wirklich das Minimum – ohne diese Arbeit droht das Boot buchstäblich innerhalb von vier bis sechs Wochen zuzuwachsen. Wichtig: Antifouling wirkt nur im Wasser. An Land verliert es nach und nach seine Wirkung, schon nach einem Monat ist es praktisch nutzlos. Deshalb wird das Unterwasserschiff in Gegenden, wo die Boote an Land überwintern, jedes Jahr behandelt. Wo die Boote das ganze Jahr im Wasser bleiben, macht man das alle zwei Jahre und holt das Boot dafür für ein paar Tage an Land.
Fazit
Es war meine zweite Saisonvorbereitung. Aus den Fehlern vom letzten Mal habe ich gelernt, das Werkzeug passt, alles lief deutlich effizienter. Eigentlich alles im Griff. Und doch saß mir trotz Erfahrung und klarem Plan eine leichte Aufregung in der Brust. Vielleicht erinnert gerade sie daran, dass eine Yacht nicht einfach Technik ist, sondern eine lebendige Geschichte, die sich nie wiederholt.
#Wartung
Der erste Schritt: die Oberfläche gründlich vorbereiten. Die alte Farbschicht war hart und uneben geworden, stellenweise sah man noch Abdrücke von Seepocken. Die Farbe hatte einen gelblich-grünlichen Stich angenommen, als wäre die Fläche mit Schleim überzogen. Um all das loszuwerden, muss das Unterwasserschiff geschliffen werden. Ich habe letztes Jahr mit einem billigen Schleifer von Bosch gearbeitet, und das Ganze dauerte vier Tage – in einer dichten Wolke giftigen Staubs. Er fraß sich in die Haut und fand seinen Weg sogar durch Schutzbrille und Atemschutzmaske.
In dieser Saison wollte ich es mir leichter machen und nahm die stärkere Makita BO5041, angeschlossen an einen Industriesauger Bosch UniversalVac 15. Ein voller Erfolg: An einem einzigen Tag war alles geschliffen, und Staub gab es praktisch keinen. Geschliffen habe ich bis auf eine gleichmäßige graue Schicht – die Grundierung, aufgetragen in der vergangenen Saison.
Arbeitsschritte
(Die Zeiten gelten für etwa +10 °C. Bei anderen Bedingungen schau in die Herstellerangaben.)
1. Geber und Sensoren mit Malerkrepp abkleben.
2. Das Unterwasserschiff mit P80 schleifen. Die Dauer hängt vom Zustand der alten Beschichtung und von der Leistung des Werkzeugs ab – von einigen Stunden bis zu ein paar Tagen.
3. Die Fläche mit Hempel Pre-clean Cleaner waschen. Ich habe 50 ml auf 1 Liter Wasser verdünnt – das reichte für etwa ein Drittel des Rumpfs, bis die Lösung trüb wurde.
4. (Nicht zwingend, aber ich empfehle es) Beschädigte Stellen mit Epoxidgrundierung behandeln. Wenn Reiniger und Epoxidschicht vollständig getrocknet sind, eine Einkomponenten-Grundierung auftragen. Besonders auf die Kanten an der Wasserlinie, die Verbindung von Kiel und Rumpf und vorstehende Teile achten – die bekommen beim Schleifen am meisten ab. Trockenzeit: mindestens 8 Stunden.
5. Zwei Schichten selbstpolierendes Antifouling auftragen – frühestens einen Monat und spätestens 8 Stunden vor dem Einwassern. Zwischen den Schichten 8 Stunden Pause.
6. Nicht vergessen, das Malerkrepp abzuziehen.
Material und Kosten
• 25 × 0,22 €: Schleifscheiben (125 mm, P80, Keramik-Aluminiumoxid)
• 0,15 × 23 €: Reiniger Hempel Pre-clean Cleaner (1 l)
• 0,5 × 24,00 €: Grundierung Hempel One-Component Underwater Primer (0,75 l)
• 1 × 130,00 €: Selbstpolierendes Antifouling Hempel Mille NCT (2,5 l für zwei Schichten)
• 3 × 2,25 €: Farbwanne
• 4 × 0,80 €: Schaumstoffrolle
• 1 × 1,10 €: Rollenbügel
• 1 × 14,50 €: Teleskopstiel für den Bügel
Gesamt: 196,22 €
Das ist wirklich das Minimum – ohne diese Arbeit droht das Boot buchstäblich innerhalb von vier bis sechs Wochen zuzuwachsen. Wichtig: Antifouling wirkt nur im Wasser. An Land verliert es nach und nach seine Wirkung, schon nach einem Monat ist es praktisch nutzlos. Deshalb wird das Unterwasserschiff in Gegenden, wo die Boote an Land überwintern, jedes Jahr behandelt. Wo die Boote das ganze Jahr im Wasser bleiben, macht man das alle zwei Jahre und holt das Boot dafür für ein paar Tage an Land.
Fazit
Es war meine zweite Saisonvorbereitung. Aus den Fehlern vom letzten Mal habe ich gelernt, das Werkzeug passt, alles lief deutlich effizienter. Eigentlich alles im Griff. Und doch saß mir trotz Erfahrung und klarem Plan eine leichte Aufregung in der Brust. Vielleicht erinnert gerade sie daran, dass eine Yacht nicht einfach Technik ist, sondern eine lebendige Geschichte, die sich nie wiederholt.
#Wartung
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