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Notizen

Für das nächste Wochenende, den 17. Juli, verabredete ich mit Ljoscha einen kurzen Schlag in die Lübecker Bucht zum Tanken.

Für das nächste Wochenende, den 17. Juli, verabredete ich mit Ljoscha einen kurzen Schlag in die Lübecker Bucht zum Tanken. Ich habe keine Tankanzeige und wusste deshalb nicht, wie viel Diesel seit meiner Passage aus Dänemark noch übrig war.

Für den Nachmittag waren Böen bis 27 Knoten angesagt, aber am Morgen brannte die Sonne gnadenlos. Ich drückte meinem Matrosen die Pinne in die Hand. Mit den 2 Knoten, die der Motor hergab, brauchten wir bis Travemünde 2 Stunden.

Vor der Tankstelle hatte sich eine Schlange gebildet. Wir drehten langsam unsere Kreise. Ein kleines Motorboot wollte sich vordrängeln, aber der Tankwart sagte etwas zu ihnen, zeigte auf uns und winkte dann uns heran. Ihr Skipper nickte und rief: „Entschuldigung“. Ich lief fast im 90°-Winkel an, denn vor dem Steg lag ein großes zweistöckiges Motorboot, und dahinter war nicht viel Platz. Schon im zweiten Anlauf lag ich fest. In den Tank passten 11 Liter. Weitere 16 in die Kanister. Preis: 2,40 € pro Liter.

Dann ging es aufs offene Wasser. Ich setzte das Segel und genoss die Stille und die Krängung. Ljoscha überkam eine bleierne Müdigkeit, und er legte sich im Salon hin. Bei manchen zeigt sich die Seekrankheit eben so. Von der Stadt her zogen Wolken heran, und der Wind nahm zu. Die Boote ringsum wurden merklich weniger. Ich rollte das Segel ein und machte mich auf den Rückweg. Doch das Boot lief nicht. Der Plotter zeigte 0,7 Knoten Fahrt. Das reichte nicht einmal, um mit dem Bug durch den Wind zu kommen. Also fiel ich ab und fing an zu kreuzen. Gleich lief es flotter. So ging es bis in die Marina.

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