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Neulich sagte mein Liegeplatznachbar: „Für jede Stunde Segeln im Sommer zahlst du im Winter mit einer Stunde Reparatur am Boot.“ Während ich wieder ein Wochenende in der Halle verbringe, kann ich ihm nur zustimmen. Die schwersten Arbeiten habe ich selbst übernommen, die kleineren Aufgaben den Jungs von der Marina überlassen.
Einwinterung
Dazu gehörte zum Beispiel die Einwinterung der Yacht, über die ich schon früher geschrieben habe. Vor Kurzem kam die Rechnung mit der Aufstellung der Arbeiten und den Kosten für Verbrauchsmaterial vom 13. Dezember 2024. Hier die Details:
1. Grundinspektion und Vorbereitung des Motors – 136,85 €
- 5 Liter Motor-Frostschutz (-25 °C) eingefüllt – 43,73 €
2. Öl- und Ölfilterwechsel – 45 Minuten Arbeit (69,62 €)
- 2,1 l Öl Marine 4T 15W40 eingefüllt – 21,67 €
- Ölfilter H97 W06 gewechselt – 11,67 €
3. Getriebeölwechsel – 30 Minuten Arbeit (46,41 €)
- 200 ml Öl Marine 4T 15W40 verbraucht – 2,06 €
4. Wechsel der beiden Kraftstofffilter und Reinigung unter dem Motor – 1 Stunde Arbeit (92,82 €)
- Kraftstofffilter H31 WK01 – 13,80 €
- Kraftstoffvorfilter R12 (von mir gestellt, Preis bei Amazon – 10 €)
5. Impellerwechsel – 15 Minuten Arbeit (23,21 €)
- Neuer Impeller 09-810B – 15,01 €
6. Wechsel des Lichtmaschinenriemens – 15 Minuten Arbeit (23,21 €)
- Neuer Riemen – 13,28 €
7. Vorbereitung der Toilette – 15 Minuten Arbeit (23,21 €)
- 2 Liter Sanitär-Frostschutz (-30 °C) eingefüllt – 11,88 €
8. Batteriewartung und Anodenwechsel – darauf habe ich verzichtet:
- Die Batterien lade ich regelmäßig selbst nach
- Die Anode ist in gutem Zustand – nur etwas angeschliffen
Summe:
- Vorbereitung des Motors (Lesen der Anleitung im Preis inbegriffen) – 136,85 €
- Arbeit – 3 Stunden (278,48 €)
- Verbrauchsmaterial – 133,10 €
- Gesamtbetrag – 548,41 €
Diese Rechnung kann man als Handlungsanleitung verstehen – nächstes Jahr versuche ich, einen Teil der Arbeiten selbst zu machen.
Ärger mit dem Kiel
Neben der Einwinterung musste ich mich um den Kiel kümmern. Schon bevor das Boot aus dem Wasser kam, bemerkte ich orange Spuren im Bereich zwischen den beiden mittleren Kielbolzen – an einer Stelle, an die kein Außenwasser gelangen konnte. Und beim Auskranen zeigten sich an drei Stellen der Kiel-Rumpf-Verbindung Blasen. Offenbar war Wasser unter Druck entlang der Bolzen in die Bilge gesickert.
Der Kiel ist das Schlüsselelement eines Segelboots. Dank ihm verhält sich die Yacht wie ein Stehaufmännchen, das sich immer wieder aufrichtet. Meist ist er mit einem Dutzend meterlanger Bolzen am Rumpf befestigt, und verliert man ihn, kann das Boot kentern. Deshalb ist es wichtig, die Bolzen vor Korrosion zu schützen, trocken zu halten und alle 15 Jahre (Zink) bzw. 50 Jahre (Edelstahl) zu tauschen.
Vielleicht sind diese Schäden nach einem Stoß gegen einen Stein oder nach einer Grundberührung entstanden. Da die Marina-Leute diese Verbindung aber schon im letzten Jahr gewartet hatten, erklärten sie sich bereit, das Problem kostenlos zu beheben.
Was gemacht wurde:
- Leckstellen freigelegt
- Mit Korrosionsschutzmittel behandelt
- Oberflächen angeschliffen
- Mit der Zweikomponenten-Grundierung Hempel Light Primer abgedichtet
Ich hoffe, damit ist das Problem jetzt erledigt.
Neues Großfall
Die letzte Aufgabe, bei der man mir geholfen hat: das Fall zu ersetzen, mit dem das Großsegel gesetzt wird. In Kopenhagen hatte ich bei Biltema für 50 € eine neue 10-mm-Leine von 30 m Länge gekauft. Auf meinem Boot gibt es aber ein anderes System: Ein 10 Meter langes Fall wird durch ein 15 Meter langes 6-mm-Stahlseil verlängert – so etwas findet man oft auf älteren schwedischen Segelbooten.
Um auf das neue System umzusteigen, musste die verschlissene Rolle im Mast (masthead sheave) gegen eine größere getauscht werden. Die Jungs brauchten für alles 3 Stunden, dazu kam die neue Rolle für 33 €.
Und wie ist es bei dir?
Wenn du auch gerade mitten in der Winterwartung steckst, erzähl mal: Worin unterscheidet sich deine Liste von meiner? Was machst du selbst, und was gibst du immer an Profis ab?
#Wartung
Einwinterung
Dazu gehörte zum Beispiel die Einwinterung der Yacht, über die ich schon früher geschrieben habe. Vor Kurzem kam die Rechnung mit der Aufstellung der Arbeiten und den Kosten für Verbrauchsmaterial vom 13. Dezember 2024. Hier die Details:
1. Grundinspektion und Vorbereitung des Motors – 136,85 €
- 5 Liter Motor-Frostschutz (-25 °C) eingefüllt – 43,73 €
2. Öl- und Ölfilterwechsel – 45 Minuten Arbeit (69,62 €)
- 2,1 l Öl Marine 4T 15W40 eingefüllt – 21,67 €
- Ölfilter H97 W06 gewechselt – 11,67 €
3. Getriebeölwechsel – 30 Minuten Arbeit (46,41 €)
- 200 ml Öl Marine 4T 15W40 verbraucht – 2,06 €
4. Wechsel der beiden Kraftstofffilter und Reinigung unter dem Motor – 1 Stunde Arbeit (92,82 €)
- Kraftstofffilter H31 WK01 – 13,80 €
- Kraftstoffvorfilter R12 (von mir gestellt, Preis bei Amazon – 10 €)
5. Impellerwechsel – 15 Minuten Arbeit (23,21 €)
- Neuer Impeller 09-810B – 15,01 €
6. Wechsel des Lichtmaschinenriemens – 15 Minuten Arbeit (23,21 €)
- Neuer Riemen – 13,28 €
7. Vorbereitung der Toilette – 15 Minuten Arbeit (23,21 €)
- 2 Liter Sanitär-Frostschutz (-30 °C) eingefüllt – 11,88 €
8. Batteriewartung und Anodenwechsel – darauf habe ich verzichtet:
- Die Batterien lade ich regelmäßig selbst nach
- Die Anode ist in gutem Zustand – nur etwas angeschliffen
Summe:
- Vorbereitung des Motors (Lesen der Anleitung im Preis inbegriffen) – 136,85 €
- Arbeit – 3 Stunden (278,48 €)
- Verbrauchsmaterial – 133,10 €
- Gesamtbetrag – 548,41 €
Diese Rechnung kann man als Handlungsanleitung verstehen – nächstes Jahr versuche ich, einen Teil der Arbeiten selbst zu machen.
Ärger mit dem Kiel
Neben der Einwinterung musste ich mich um den Kiel kümmern. Schon bevor das Boot aus dem Wasser kam, bemerkte ich orange Spuren im Bereich zwischen den beiden mittleren Kielbolzen – an einer Stelle, an die kein Außenwasser gelangen konnte. Und beim Auskranen zeigten sich an drei Stellen der Kiel-Rumpf-Verbindung Blasen. Offenbar war Wasser unter Druck entlang der Bolzen in die Bilge gesickert.
Der Kiel ist das Schlüsselelement eines Segelboots. Dank ihm verhält sich die Yacht wie ein Stehaufmännchen, das sich immer wieder aufrichtet. Meist ist er mit einem Dutzend meterlanger Bolzen am Rumpf befestigt, und verliert man ihn, kann das Boot kentern. Deshalb ist es wichtig, die Bolzen vor Korrosion zu schützen, trocken zu halten und alle 15 Jahre (Zink) bzw. 50 Jahre (Edelstahl) zu tauschen.
Vielleicht sind diese Schäden nach einem Stoß gegen einen Stein oder nach einer Grundberührung entstanden. Da die Marina-Leute diese Verbindung aber schon im letzten Jahr gewartet hatten, erklärten sie sich bereit, das Problem kostenlos zu beheben.
Was gemacht wurde:
- Leckstellen freigelegt
- Mit Korrosionsschutzmittel behandelt
- Oberflächen angeschliffen
- Mit der Zweikomponenten-Grundierung Hempel Light Primer abgedichtet
Ich hoffe, damit ist das Problem jetzt erledigt.
Neues Großfall
Die letzte Aufgabe, bei der man mir geholfen hat: das Fall zu ersetzen, mit dem das Großsegel gesetzt wird. In Kopenhagen hatte ich bei Biltema für 50 € eine neue 10-mm-Leine von 30 m Länge gekauft. Auf meinem Boot gibt es aber ein anderes System: Ein 10 Meter langes Fall wird durch ein 15 Meter langes 6-mm-Stahlseil verlängert – so etwas findet man oft auf älteren schwedischen Segelbooten.
Um auf das neue System umzusteigen, musste die verschlissene Rolle im Mast (masthead sheave) gegen eine größere getauscht werden. Die Jungs brauchten für alles 3 Stunden, dazu kam die neue Rolle für 33 €.
Und wie ist es bei dir?
Wenn du auch gerade mitten in der Winterwartung steckst, erzähl mal: Worin unterscheidet sich deine Liste von meiner? Was machst du selbst, und was gibst du immer an Profis ab?
#Wartung
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