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Die Passage

Fåborg – Ærøskøbing

Tag 3. Am Vorabend saßen wir über den Karten, denn Windy sagte Südost an. Damit würden wir es unter Segeln nicht bis Rudkøbing schaffen, wie ursprünglich geplant. Wir beschlossen umzuplanen: erst Ærøskøbing, danach Bagenkop, denn Marstal liegt einfach zu nah.

Aufgestanden um 5:50 Uhr. Das Frühstück hat sich geändert. Immer noch derselbe 3-in-1-Kaffee, aber daneben jetzt zwei Schüsseln für Granola mit Milch. Gleich beim Frühstück Tee für die Thermoskanne zu kochen ist zur neuen Tradition geworden. Den Shipping Forecast habe ich ins Logbuch eingetragen.

28.08.2024, 0321 UTC, Belts and Sound
SE, Bft 3→4, for a time increasing a little,
sea 1 meter


Abgelegt um 7:30 Uhr. In beiden Segeln das erste Reff, mit der Option, die Genua weiter auszurollen. Den ganzen Tag ging es hart gegen den Wind. Es machte Spaß, mit dem Großschot-Traveller zu spielen, den Wendewinkel auszurechnen, uns mit anderen Booten in Fahrt und Höhe am Wind zu messen und alles herauszuholen, um wenigstens ein bisschen schneller zu werden.

Etwa auf halber Strecke drehten wir zum Mittagessen bei (heave to). Wir holten geräuchertes Lachsfilet, Schwarzbrot und Remoulade heraus und machten uns Fischbrote. Wir trieben mit 1–1,5 Knoten aufs Ufer zu, also ging es nach einer halben Stunde weiter. Etwas später wurde uns klar, dass wir auch den Treibanker hätten ausbringen können.

Um 14:30 Uhr liefen wir in die Marina ein. Der Wind hatte auf 20 Knoten zugelegt. In der Box drückte es die Yacht ordentlich herum. Das Anlegen war schwierig. Anton versuchte, die Heckleine überzuwerfen. Sie fällt ins Wasser. Anton schaut sie etwas betreten an, dreht sich seelenruhig um und geht nach vorn, um den Bug festzumachen. Die Heckleine lässt er einfach versinken. Ich wusste nicht, wie ich darauf reagieren sollte, denn der Motor lief langsam voraus und hätte die Leine in die Schraube ziehen können. Am Ende bat ich ihn, erst die Leine herauszufischen und dann aufs Vorschiff zu gehen.

Ærøskøbing ist fantastisch schön, historisch und kompakt. In der Marina gibt es Duschen ohne Limit und WLAN. Direkt neben den Duschkabinen liegt eine Minigolfanlage mit 20 verschiedenen Bahnen. Einen Ball bekommst du in der nächsten Bar für nur ein paar Euro.

Zum Abendessen gab es Räucherhering und Kartoffelsalat in einem kleinen Restaurant um die Ecke. Den Rest des Abends habe ich gelesen.

27 Seemeilen. Den Track gibt es hier.

#Passage
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