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Sofort fielen mir die mit Klebeband abgeklebte Vorschiffsluke und der ramponierte Vorsteven auf. Im Bereich des Cockpits fanden sich Löcher, diesmal mit Gewebeband zugeklebt. Ein Beiboot ist dabei. Der Anker wird vom Heck ausgebracht. Leinen innen geführt, 4 Winschen. Die Navigationsinstrumente funktionieren nicht. Eine Vorbereitung für einen Autopiloten gibt es nicht, und ohne den kommst du nicht weit. An der Decke über dem Backofen war Sperrholz befestigt, das ordentlich verkohlt war. Innen ist es ziemlich eng, und die Stehhöhe liegt knapp unter meiner Körpergröße.
Interessant: die gut organisierte Backskiste an Backbord, in der Dieseltank, 2 Batterien, Kühlschrank und eine Webasto-Heizung kompakt untergebracht sind. Der Eigner betonte immer wieder, er habe nie auch nur einen Tropfen Wasser im Boot gesehen. Das eigentliche Highlight war aber der neue Motor, Baujahr 2020. Er sah perfekt aus. Im Gegensatz zu den rostschwarzen Kielbolzen.
Zum Abschied bot der Verkäufer an, für einen schnellen Abschluss auf 110.000 Kronen runterzugehen. Man merkte, dass er die Kosten für den Motor wieder reinholen wollte.
Im Hotelzimmer wartete der Frust auf mich. Von den 12 Yachten, die ich in Stockholm ausgesucht hatte, waren 5 schon verkauft, 3 eher sportlich – Alexei hatte mir von der Besichtigung abgeraten –, 2 antworteten nicht, und 2 hatte ich mir angesehen. Die Hotelbuchung lief bald aus. Ich schwankte zwischen Heimreise und einem Abstecher in andere Städte Schwedens.
#Kauf