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Am 7. Mai 2023 traf ich ein älteres Ehepaar, um mir ihre Lord Helmsman anzusehen. 130.000 Kronen, 31 Fuß, Langkiel. Ein solides nordisches Boot. Die Frau erzählte, sie hätten mich erst gegoogelt, bevor sie einem Treffen zustimmten. Deshalb schrieb ich bei den nächsten Anzeigen gleich ein paar Zeilen über mich dazu. Wer weiß, was in diesen schwedischen Köpfen vorgeht.
Mich erwartete ein ziemlich heruntergekommenes Boot: überall Korrosionsspuren, Reste von Anoden, die vor Jahren abgefallen waren, abblätternde Winschen und abgeriebenes Gelcoat. Mitten am Rumpf zeichnete sich ein Streifen ab. Man erklärte mir, das sei die Fuge zum gusseisernen Ballastkiel. Die Instrumente funktionieren nicht. Es gibt ein vorsintflutliches Echolot und ein Funkgerät. Der Eigner hatte eine seltsame Konstruktion verbrochen: Er hatte ein Rohr durch das Kollisionsschott getrieben und die Ankerkette hindurchgeführt, sodass sie im Salon herauskam. Der Motor war noch der originale ab Werk.
Einerseits war das ungefähr, was ich gesucht hatte: ältere Eigner, die ihr Segelboot verkaufen, weil die Kinder es nicht wollen. Aber sie hatten sich überhaupt nicht um das Boot gekümmert und nichts hineingesteckt. Ihre einzige Investition ist ein Rohr Marke Eigenbau, das Feuchtigkeit und Wasser ins Innere ziehen wird. Für so viel Geld einen bloßen Rumpf zu kaufen, ergibt keinen Sinn.
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