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18. November 2024. Zeit, den Mast zu legen – in Deutschland ein Pflichtschritt vor dem Winterlager. Der Tag war kühl. Der Regen ließ mal nach, mal nieselte es wieder.
Ich begann mit dem laufenden Gut: Ich schoss es sauber auf und hängte es im Salon auf. Dort trocknet es schneller. Dann löste ich mit einem 17er-Schlüssel den Baumfuß vom Lümmelbeschlag. Den Baum selbst verstaute ich in der Vorschiffskabine.
Gegen 11 Uhr lief ich den Mastenkran an und machte fest. Zuerst kümmerte ich mich um die Elektrik: Ich klemmte alle Kabel ab, die aus dem Mast kamen, damit beim Heben nichts beschädigt wird.
Bald kamen zwei Mitarbeiter der DAVIDSWERFT Nord GmbH, und die Arbeit kam in Schwung. Zum Glück hatte der Regen inzwischen aufgehört. Gehalten wird der Mast von Stahldrähten: Wanten (seitlich) und Stagen (längs), die zur Sicherheit manchmal doppelt ausgeführt sind. Wir begannen mit dem Babystag und den Unterwanten, die von den Salingen abgehen. Als alle Verbindungen gelockert waren, schwenkten wir den Kranausleger vor den Mast, legten einen Hebegurt um den Mast und hängten den Gurt in den Haken. Den Haken zogen wir langsam hoch, damit der Gurt gleichmäßig zu den Salingen hinaufrutschte und nicht an Lampen oder anderen Teilen hängen blieb, die er leicht hätte beschädigen können. Dafür zogen wir den Gurt mit dem Spinnakerfall zur Seite.
Danach drehten wir die Wantenspanner der Oberwanten, des Achterstags und des Vorstags auf. Damit die Drähte beim Heben nicht im Weg sind, fädelten wir eine 6-mm-Leine durch ihre Wantenspanner und banden sie am Lümmelbeschlag fest. Als alles bereit war, zogen wir den Bolzen aus dem Mastfuß und begannen vorsichtig zu heben. Der Mast wurde behutsam abgenommen und auf zwei Böcke gelegt.
Während er dort lag, bauten wir die Salinge mit den Oberwanten ab, und ich verstaute sie in einer Backskiste. Das übrige Rigg banden wir alle 1–1,5 Meter am Mast fest. Dann kam der Mast zur Lagerung in die Halle. Zum Schluss maß ich seine Länge: 12,15 Meter, davon stecken ~1,8 m im Salon.
Die Wolken rissen auf, und die Herbstsonne tauchte alles in weiches goldenes Licht. Die Arbeit am Mast war erledigt, der Tag aber noch nicht vorbei. Zurück am Liegeplatz deckte ich die Mastöffnung mit einer Tüte ab und sicherte sie mit einer Schlauchschelle, damit keine Feuchtigkeit ins Innere kommt. Dann holte ich meinen Kärcher K2 heraus und verpasste der Yacht einen Großputz. Mit dem Wasserstrahl spülte ich den ganzen angesammelten Dreck weg – bereit für die Winterruhe.
Nass, aber zufrieden machte ich mich unter der Herbstsonne und mit raschelndem Laub unter den Füßen auf den Heimweg und ließ eine glänzende Yacht in der ruhigen Marina zurück. Am Abend kam die Rechnung: 45 Minuten Arbeit für zwei Leute kosteten 123 Euro. Billiger als im letzten Jahr.
#Wartung
Ich begann mit dem laufenden Gut: Ich schoss es sauber auf und hängte es im Salon auf. Dort trocknet es schneller. Dann löste ich mit einem 17er-Schlüssel den Baumfuß vom Lümmelbeschlag. Den Baum selbst verstaute ich in der Vorschiffskabine.
Gegen 11 Uhr lief ich den Mastenkran an und machte fest. Zuerst kümmerte ich mich um die Elektrik: Ich klemmte alle Kabel ab, die aus dem Mast kamen, damit beim Heben nichts beschädigt wird.
Bald kamen zwei Mitarbeiter der DAVIDSWERFT Nord GmbH, und die Arbeit kam in Schwung. Zum Glück hatte der Regen inzwischen aufgehört. Gehalten wird der Mast von Stahldrähten: Wanten (seitlich) und Stagen (längs), die zur Sicherheit manchmal doppelt ausgeführt sind. Wir begannen mit dem Babystag und den Unterwanten, die von den Salingen abgehen. Als alle Verbindungen gelockert waren, schwenkten wir den Kranausleger vor den Mast, legten einen Hebegurt um den Mast und hängten den Gurt in den Haken. Den Haken zogen wir langsam hoch, damit der Gurt gleichmäßig zu den Salingen hinaufrutschte und nicht an Lampen oder anderen Teilen hängen blieb, die er leicht hätte beschädigen können. Dafür zogen wir den Gurt mit dem Spinnakerfall zur Seite.
Danach drehten wir die Wantenspanner der Oberwanten, des Achterstags und des Vorstags auf. Damit die Drähte beim Heben nicht im Weg sind, fädelten wir eine 6-mm-Leine durch ihre Wantenspanner und banden sie am Lümmelbeschlag fest. Als alles bereit war, zogen wir den Bolzen aus dem Mastfuß und begannen vorsichtig zu heben. Der Mast wurde behutsam abgenommen und auf zwei Böcke gelegt.
Während er dort lag, bauten wir die Salinge mit den Oberwanten ab, und ich verstaute sie in einer Backskiste. Das übrige Rigg banden wir alle 1–1,5 Meter am Mast fest. Dann kam der Mast zur Lagerung in die Halle. Zum Schluss maß ich seine Länge: 12,15 Meter, davon stecken ~1,8 m im Salon.
Die Wolken rissen auf, und die Herbstsonne tauchte alles in weiches goldenes Licht. Die Arbeit am Mast war erledigt, der Tag aber noch nicht vorbei. Zurück am Liegeplatz deckte ich die Mastöffnung mit einer Tüte ab und sicherte sie mit einer Schlauchschelle, damit keine Feuchtigkeit ins Innere kommt. Dann holte ich meinen Kärcher K2 heraus und verpasste der Yacht einen Großputz. Mit dem Wasserstrahl spülte ich den ganzen angesammelten Dreck weg – bereit für die Winterruhe.
Nass, aber zufrieden machte ich mich unter der Herbstsonne und mit raschelndem Laub unter den Füßen auf den Heimweg und ließ eine glänzende Yacht in der ruhigen Marina zurück. Am Abend kam die Rechnung: 45 Minuten Arbeit für zwei Leute kosteten 123 Euro. Billiger als im letzten Jahr.
#Wartung
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