Eigentlich wollte ich mal Pause vom Segeln machen. Aber am Samstagabend rief Igor an: Für den zweiten Tag der 3. Etappe des Föderationspokals sei außer Rada niemand da. Und für sie war es erst das vierte Mal auf dem Wasser. So landete ich bei noch einer Regatta, die wir fast double-handed segelten.
Wenn ich das Rennen mit einem Wort beschreiben müsste, dann eindeutig „experimentell“. Wir lagen unter den Ersten. Als es ans Spinnakersetzen ging, rutschte der Achterholer 4-mal hintereinander aus dem Spibaum. Am Ende segelten wir Schmetterling und hielten die Segel von Hand aus. Dabei verloren wir aber 7 Bootslängen auf die Gegner.
In der zweiten Runde holten wir die Großschot dichter, um das Segel flacher zu trimmen. Gerade mal 1,5 cm führten dazu, dass uns die Gegner auf der Kreuz überholten – vorher war es umgekehrt. Der klare Beweis: Bei wenig Wind braucht das Segel Bauch.
Der Spibaum funktionierte nicht, aber ohne Spinnaker ist es keine #Regatta. Also setzten wir ihn ohne Spibaum und fuhren ihn nur über die Achterholer. Schwierig, dafür schön und mit weniger Geschwindigkeitsverlust.
Zum Schluss gab die Rollanlage der Fock den Geist auf, sodass wir sie von Hand einrollen mussten.