Als wir von Dolgoprudny zum Pestowoer Stausee gekommen waren, trainierten wir ein bisschen: Spinnaker gesetzt, neu gepackt, ein paar Wenden gefahren. Am Startschiff hing die „Möhre“, der Antwortwimpel. Startverschiebung.
Mehrere Stunden kreisten wir mit den anderen Teilnehmern herum. Auf den Tisch kamen allerlei Aufschnitt, Salzgurken, Tomaten, Brot, Nüsse und Feuerwasser. Dmitri hatte jede Menge Geschichten: über Reisen, über Filmdrehs, für die seine Segelboote gebucht wurden, über gute Geschäfte und natürlich über Yachtreparaturen. Hängen geblieben ist mir, wie eines seiner alten Segel für eine Serie mit Sprühdosen lila umgefärbt wurde – danach sah es frischer aus und hielt seine Form besser. Damit hat er mehrere Regatten gewonnen, und seitdem, sagt er, ist ihm alles lila – was auf Russisch so viel heißt wie „völlig schnuppe“.
Zurück im Hafen führte er uns durch seine Werkstatt. Gestartet wurde an diesem Tag nicht mehr.
Video: https://youtu.be/7fHjF3OsANE