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@AlexMemfis und ein paar autorisierte Servicebetriebe rieten mir, die Yacht zum Entfernen des Bewuchses aus dem Wasser zu holen. Möglicherweise war der Bewuchs so stark, dass der Propeller wie ein Mixer arbeitete und das Wasser nur im Kreis herumwirbelte. So recht glaubte ich nicht daran. Falls aber auch das nicht half, blieb nur noch, die Kompression zu messen, an die Einspritzpumpe zu gehen und den relativ frischen Motor zu zerlegen.
Mit der Nachbarmarina hatte ich alle Arbeiten für 300 € vereinbart, nahm mir einen Tag frei und kam schon am Vorabend zum Übernachten aufs Boot. Um 7 Uhr schnappte ich mir Zahnbürste und Zahnpasta, zog meine Regenjacke an, steckte Handy, Geldbörse und Schlüssel hinein und stieg ins Cockpit. Alle Flächen waren mit morgendlichem Kondenswasser überzogen. Vorsichtig setzte ich einen Fuß auf den Steg. Beim Nachziehen des zweiten rutschte ich aus und plumpste rücklings ins Wasser.
Nachdem ich mich an einer Festmacherleine herausgezogen und alles Nötige erledigt hatte, legte ich ab. Mir kam eine andere Yacht entgegen, deren Skipper genüsslich seinen Kaffee schlürfte. Klatschnass und durchgefroren, wie ich war, beneidete ich ihn.
Aus dem Auspuff kam weißer Dunst. Meine Laune sank noch weiter. Mein Glaube an bremsende Seepocken löste sich in diesen weißen Wölkchen auf. Natürlich konnte es auch Dampf sein, schließlich war es draußen ziemlich kalt. Sicherheitshalber nahm ich Drehzahl weg.
Das Kranen war ein Kinderspiel: Achterstag, Dirk und Lazy Jacks lösen, die Gurte am Kran einhaken und an Land gehen. Die Jungs kratzten die Seepocken mit einer flachen Schaufel ab und gingen mit dem Spachtel über Propeller und Ruder. Dann kam der Kärcher mit seinem Hochdruckstrahl zum Einsatz. Nach etwa einer Stunde berührte die Rassvet wieder das Wasser. Ich befestigte das Achterstag, startete den Motor und legte ab.
Was dann passierte, lässt sich kaum in Worte fassen. Die Yacht fuhr nicht, sie glitt sanft dahin. Aus dem Tuckern des Motors wurde ein weiches Schnurren. Gleichmäßig und harmonisch. Selbst bei niedriger Drehzahl glitt das Boot mit an die 3 Knoten dahin, und mit mehr Gas bekam ich ganze 5,5. Dabei hatte die Drehzahl nichts damit zu tun: laut Drehzahlmesser dieselben 2400 U/min unter Last und 4000 ohne. Wenn das kein Glück ist!
#Wartung #Verschiedenes
Mit der Nachbarmarina hatte ich alle Arbeiten für 300 € vereinbart, nahm mir einen Tag frei und kam schon am Vorabend zum Übernachten aufs Boot. Um 7 Uhr schnappte ich mir Zahnbürste und Zahnpasta, zog meine Regenjacke an, steckte Handy, Geldbörse und Schlüssel hinein und stieg ins Cockpit. Alle Flächen waren mit morgendlichem Kondenswasser überzogen. Vorsichtig setzte ich einen Fuß auf den Steg. Beim Nachziehen des zweiten rutschte ich aus und plumpste rücklings ins Wasser.
Nachdem ich mich an einer Festmacherleine herausgezogen und alles Nötige erledigt hatte, legte ich ab. Mir kam eine andere Yacht entgegen, deren Skipper genüsslich seinen Kaffee schlürfte. Klatschnass und durchgefroren, wie ich war, beneidete ich ihn.
Aus dem Auspuff kam weißer Dunst. Meine Laune sank noch weiter. Mein Glaube an bremsende Seepocken löste sich in diesen weißen Wölkchen auf. Natürlich konnte es auch Dampf sein, schließlich war es draußen ziemlich kalt. Sicherheitshalber nahm ich Drehzahl weg.
Das Kranen war ein Kinderspiel: Achterstag, Dirk und Lazy Jacks lösen, die Gurte am Kran einhaken und an Land gehen. Die Jungs kratzten die Seepocken mit einer flachen Schaufel ab und gingen mit dem Spachtel über Propeller und Ruder. Dann kam der Kärcher mit seinem Hochdruckstrahl zum Einsatz. Nach etwa einer Stunde berührte die Rassvet wieder das Wasser. Ich befestigte das Achterstag, startete den Motor und legte ab.
Was dann passierte, lässt sich kaum in Worte fassen. Die Yacht fuhr nicht, sie glitt sanft dahin. Aus dem Tuckern des Motors wurde ein weiches Schnurren. Gleichmäßig und harmonisch. Selbst bei niedriger Drehzahl glitt das Boot mit an die 3 Knoten dahin, und mit mehr Gas bekam ich ganze 5,5. Dabei hatte die Drehzahl nichts damit zu tun: laut Drehzahlmesser dieselben 2400 U/min unter Last und 4000 ohne. Wenn das kein Glück ist!
#Wartung #Verschiedenes
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