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Bergkvara. 16.05.2023. Dienstag. Tag 2. Aufgestanden um 8:30. In der Campingküche kochten wir Nudeln und kippten Bolognesesauce darüber. Bis 10 warteten wir, bis die Rezeption öffnete, um den Liegeplatz zu bezahlen. Drinnen gibt es Kaffee. WLAN-Passwort: JTTRT4Y2. Um 11 legten wir ab.
Die ersten paar Stunden wehte eine mäßige Brise, für die wir das Segel setzten. Dann schlief sie ein. Der Motor schnurrte los. Nach etwa einer Stunde frischte der Wind wieder auf. Das Segel zog. Und der Wind legte weiter zu. Ich reffte die Fock, aber selbst so kamen wir auf bis zu 8,4 Knoten. Die Wellen waren 1–1,5 Meter hoch, ringsum überall Schaumkronen. Von vielen riss Gischt ab und legte sich als Schaum aufs Wasser. Bis zum Land waren es 8 Seemeilen, und der Wind ließ uns nicht darauf zuhalten – entweder zurück oder aufs offene Meer.
Ich startete den Motor, barg das Segel und richtete den Autopiloten gegen den Wind auf die Küste aus. Die nächsten 3 Stunden schwiegen wir beide, die Köpfe gesenkt, um das Geschaukel besser zu ertragen. Alle 15 Minuten zwang uns der Timer an der Uhr, aufzublicken und die Lage zu prüfen. Irgendwann fiel das GPS im Handy aus. Die Küste war noch nicht zu sehen. Zum Glück half ein erzwungener Neustart.
Mein Körper wehrte sich dagegen, an Bord zu bleiben. Während wir uns gegen den Wind vorankämpften, hasste ich das Segeln und verstand nicht, wozu ich mir ein Boot gekauft hatte. Als ich in der nächstgelegenen Marina, Sandhamn, an Land ging, wollte ich auf die Knie fallen und den Boden küssen. Die Gefühle entluden sich in einem glücklichen Stöhnen. Ich fühlte mich erneuert, wie neugeboren. Im Supermarkt kauften wir Dönerfleisch, machten es in der Pfanne warm und aßen es mit Brot. Diesen süßlich-herben Geschmack werde ich mein Leben lang nicht vergessen.
30 Seemeilen in 8 Stunden.
#Passage
Die ersten paar Stunden wehte eine mäßige Brise, für die wir das Segel setzten. Dann schlief sie ein. Der Motor schnurrte los. Nach etwa einer Stunde frischte der Wind wieder auf. Das Segel zog. Und der Wind legte weiter zu. Ich reffte die Fock, aber selbst so kamen wir auf bis zu 8,4 Knoten. Die Wellen waren 1–1,5 Meter hoch, ringsum überall Schaumkronen. Von vielen riss Gischt ab und legte sich als Schaum aufs Wasser. Bis zum Land waren es 8 Seemeilen, und der Wind ließ uns nicht darauf zuhalten – entweder zurück oder aufs offene Meer.
Ich startete den Motor, barg das Segel und richtete den Autopiloten gegen den Wind auf die Küste aus. Die nächsten 3 Stunden schwiegen wir beide, die Köpfe gesenkt, um das Geschaukel besser zu ertragen. Alle 15 Minuten zwang uns der Timer an der Uhr, aufzublicken und die Lage zu prüfen. Irgendwann fiel das GPS im Handy aus. Die Küste war noch nicht zu sehen. Zum Glück half ein erzwungener Neustart.
Mein Körper wehrte sich dagegen, an Bord zu bleiben. Während wir uns gegen den Wind vorankämpften, hasste ich das Segeln und verstand nicht, wozu ich mir ein Boot gekauft hatte. Als ich in der nächstgelegenen Marina, Sandhamn, an Land ging, wollte ich auf die Knie fallen und den Boden küssen. Die Gefühle entluden sich in einem glücklichen Stöhnen. Ich fühlte mich erneuert, wie neugeboren. Im Supermarkt kauften wir Dönerfleisch, machten es in der Pfanne warm und aßen es mit Brot. Diesen süßlich-herben Geschmack werde ich mein Leben lang nicht vergessen.
30 Seemeilen in 8 Stunden.
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