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Die Messe Düsseldorf Boat Show bot mir die Gelegenheit, verschiedene Antirutschbeschichtungen selbst zu begutachten. Epifanes verkaufte Polypropylen-Kügelchen zum Einmischen in die Farbe oder gleich fertige Farbe mit solchen Kügelchen. Mit so etwas hatte ich schlechte Erfahrungen gemacht: Vor einigen Jahren war ich beim Training an der Moskauer Segelakademie auf einem Boot mit genau so einer Beschichtung und habe mir beim Mann-über-Bord-Manöver die Handflächen aufgeschürft und meine Apple Watch zerkratzt. Keine schöne Erinnerung – diese Variante war sofort raus.
Gleich nebenan war der Stand von Kiwi Grip, und ich ging neugierig hin, um mir deren Beschichtung anzusehen. Die Oberfläche fühlte sich angenehm an und sah gut aus – das hat mich endgültig überzeugt.
Was ich brauchte
• Für 196 € habe ich ein Set mit 4 Litern weißer Antirutschbeschichtung von Kiwi Grip gekauft. Dazu gehörten 4 Beutel Farbe zu je 1 Liter, eine Strukturrolle und eine ausführliche Anleitung in mehreren Sprachen. Für mein Boot brauchte ich genau 3 Liter. Interessant: In der Marina fanden sich gleich vier Leute, die schon mit dieser Beschichtung gearbeitet hatten und sehr zufrieden waren. Das gab mir noch mehr Zuversicht.
• Pinsel für 2 €
• Schleifmaschine mit Scheibe (Körnung 80)
• Schleifschwamm (Körnung 80) für 0,50 €
• Spiritus und ein Lappen (immer an Bord)
• Rollenbügel für 1 €
• Set persönlicher Schutzausrüstung
Auftragen
1. Die Flächen mit Malerkrepp abgeklebt. Dieser Schritt war überraschend aufwendig und hat einen guten halben Tag gekostet.
2. Die Oberfläche mit Körnung 80 angeschliffen. Das meiste mit der Maschine – und erstaunlicherweise brauchte ich nur eine einzige Scheibe. Schwierige Stellen habe ich von Hand mit dem Schleifschwamm nachgearbeitet. Insgesamt etwa drei Stunden.
3. Die Oberfläche mit meinem restlichen Epifanes Fibreglass Prep Cleaner gereinigt und entfettet, Spiritus tut es aber auch. Dauerte etwa 30 Minuten.
4. Den Farbbeutel gut durchgeschüttelt (etwa 10 Minuten).
5. Ein paar dicke Kleckse Farbe auf die vorbereitete Fläche gedrückt.
6. Die Farbe mit dem Pinsel gleichmäßig verteilt. Das ist der entscheidende Punkt: Ist die Schicht zu dünn, wird die Struktur schwach. Eine zu dicke Schicht dagegen gibt Blasen und Unebenheiten, in denen sich der Schmutz sammelt.
7. Mit der Rolle vorsichtig und sehr langsam die Struktur aufgebracht. Sobald ich nur etwas schneller wurde, gab es Blasen und Spritzer – das erschwerte die Arbeit und saute alles ringsum ein. Das Streichen dauerte etwa 5 Stunden.
8. Laut Anleitung kann man die Beschichtung schon am nächsten Tag betreten, für ein besseres Ergebnis sollte sie aber länger trocknen, bei kühlem, feuchtem Wetter und ohne direkte Sonne. In meiner Halle waren es +12 Grad bei etwa 70 % Luftfeuchtigkeit. Ich kam nach einem Tag zurück aufs Boot.
9. Das Malerkrepp entfernt – schwieriger als gedacht: Das Band riss ständig, ich musste es mit einem Schraubenzieher und den Fingernägeln anheben. Das dauerte fast 6 Stunden, und am Ende hatte ich geschundene Finger und einen ganzen 30-Liter-Sack voller Klebebandfetzen.
10. Luke, Backskistendeckel, Lüftungsgitter und die übrige Ausrüstung wieder montiert. Jede Schraube habe ich großzügig mit einem UV-beständigen, seewassertauglichen Dichtstoff eingesetzt. Normalerweise nehme ich Sikaflex 591, diesmal habe ich das vergleichbare Tikalflex Contact 12 ausprobiert.
Eindrücke
Als ich fertig war und mir das Ergebnis genau ansah, überwältigten mich die Gefühle. Zwei Monate Arbeit – in einem einzigen Moment voll und ganz gerechtfertigt. Fotos können dieses Gefühl nicht wiedergeben, aber mir blieb vor Glück und Begeisterung buchstäblich die Luft weg. Ein Marina-Mitarbeiter kam vorbei, sah sich das Deck an und fragte, ob ich stolz auf meine Arbeit sei. Da wurde mir klar: und wie!
#Wartung
Gleich nebenan war der Stand von Kiwi Grip, und ich ging neugierig hin, um mir deren Beschichtung anzusehen. Die Oberfläche fühlte sich angenehm an und sah gut aus – das hat mich endgültig überzeugt.
Was ich brauchte
• Für 196 € habe ich ein Set mit 4 Litern weißer Antirutschbeschichtung von Kiwi Grip gekauft. Dazu gehörten 4 Beutel Farbe zu je 1 Liter, eine Strukturrolle und eine ausführliche Anleitung in mehreren Sprachen. Für mein Boot brauchte ich genau 3 Liter. Interessant: In der Marina fanden sich gleich vier Leute, die schon mit dieser Beschichtung gearbeitet hatten und sehr zufrieden waren. Das gab mir noch mehr Zuversicht.
• Pinsel für 2 €
• Schleifmaschine mit Scheibe (Körnung 80)
• Schleifschwamm (Körnung 80) für 0,50 €
• Spiritus und ein Lappen (immer an Bord)
• Rollenbügel für 1 €
• Set persönlicher Schutzausrüstung
Auftragen
1. Die Flächen mit Malerkrepp abgeklebt. Dieser Schritt war überraschend aufwendig und hat einen guten halben Tag gekostet.
2. Die Oberfläche mit Körnung 80 angeschliffen. Das meiste mit der Maschine – und erstaunlicherweise brauchte ich nur eine einzige Scheibe. Schwierige Stellen habe ich von Hand mit dem Schleifschwamm nachgearbeitet. Insgesamt etwa drei Stunden.
3. Die Oberfläche mit meinem restlichen Epifanes Fibreglass Prep Cleaner gereinigt und entfettet, Spiritus tut es aber auch. Dauerte etwa 30 Minuten.
4. Den Farbbeutel gut durchgeschüttelt (etwa 10 Minuten).
5. Ein paar dicke Kleckse Farbe auf die vorbereitete Fläche gedrückt.
6. Die Farbe mit dem Pinsel gleichmäßig verteilt. Das ist der entscheidende Punkt: Ist die Schicht zu dünn, wird die Struktur schwach. Eine zu dicke Schicht dagegen gibt Blasen und Unebenheiten, in denen sich der Schmutz sammelt.
7. Mit der Rolle vorsichtig und sehr langsam die Struktur aufgebracht. Sobald ich nur etwas schneller wurde, gab es Blasen und Spritzer – das erschwerte die Arbeit und saute alles ringsum ein. Das Streichen dauerte etwa 5 Stunden.
8. Laut Anleitung kann man die Beschichtung schon am nächsten Tag betreten, für ein besseres Ergebnis sollte sie aber länger trocknen, bei kühlem, feuchtem Wetter und ohne direkte Sonne. In meiner Halle waren es +12 Grad bei etwa 70 % Luftfeuchtigkeit. Ich kam nach einem Tag zurück aufs Boot.
9. Das Malerkrepp entfernt – schwieriger als gedacht: Das Band riss ständig, ich musste es mit einem Schraubenzieher und den Fingernägeln anheben. Das dauerte fast 6 Stunden, und am Ende hatte ich geschundene Finger und einen ganzen 30-Liter-Sack voller Klebebandfetzen.
10. Luke, Backskistendeckel, Lüftungsgitter und die übrige Ausrüstung wieder montiert. Jede Schraube habe ich großzügig mit einem UV-beständigen, seewassertauglichen Dichtstoff eingesetzt. Normalerweise nehme ich Sikaflex 591, diesmal habe ich das vergleichbare Tikalflex Contact 12 ausprobiert.
Eindrücke
Als ich fertig war und mir das Ergebnis genau ansah, überwältigten mich die Gefühle. Zwei Monate Arbeit – in einem einzigen Moment voll und ganz gerechtfertigt. Fotos können dieses Gefühl nicht wiedergeben, aber mir blieb vor Glück und Begeisterung buchstäblich die Luft weg. Ein Marina-Mitarbeiter kam vorbei, sah sich das Deck an und fragte, ob ich stolz auf meine Arbeit sei. Da wurde mir klar: und wie!
#Wartung
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