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Freitag, 8. November 2024. Der eisige Wind ging durch Mark und Bein, und an Bord warm zu werden war fast unmöglich. Den Plan, die Saison mit einer Passage nach Neustadt samt Übernachtung abzuschließen, musste ich streichen. Die Kälte war unerträglich, die Finger ließen sich kaum noch beugen. Also konzentrierte ich mich darauf, die Yacht für den Winter vorzubereiten, angefangen bei den Segeln.
Ich hatte Glück: Der Wind kam von vorn, das machte das Abschlagen des Großsegels leichter.
1) Zum Abschlagen zog ich das Segel ganz hoch und schraubte die Stopperleiste ab, die die Rutscher in der Mastnut hält.
2) Beim Hochziehen sah ich mir das Großsegel von beiden Seiten genau an – in den Falten verstecken sich oft Baumwanzen, Florfliegen und Spinnen mit ihren Eiern. Ich wischte sie mit einer schnellen Bewegung weg oder klopfte von der anderen Seite dagegen.
3) Beim Bergen drehte ich die Schrauben heraus, die die Latten halten – Kunststoffstäbe, die dem Segel seine Form geben.
4) Ich löste die Reffleinen, die Großschot sowie Kopf und Hals und fotografierte dabei jeden Knoten.
5) Das Segel an Bord zusammenzulegen war schwierig, also brachte ich es an Land. Dort breitete ich es aus und legte es nach der Methode aus dem Buch „Care and Repair of Sails“ von J. Howard-Williams zusammen: Den Kopf hielt ich am Vorliek, legte das Tuch in Ziehharmonikafalten und rollte es dann vom Vorliek zum Achterliek auf.
6) Das Großsegel kam in den Segelsack.
7) Ich nahm Maß: 2,8 m am Unterliek, 9 m in der Höhe. Die Fläche beträgt etwa 13 m² und entspricht damit fast den offiziellen Angaben – 3 m × 9,2 m.
Beim Verstauen des Großsegels fiel mir eine alte Aufschrift auf dem Sack auf:
O 29 – das Yachtmodell Ohlson 29, 170 – die Segelnummer. Fullstar, so hieß vermutlich ursprünglich meine Rassvet. Als ich sie kaufte, prangte am Heck schon der Name Montezuma.
Mit der Genua war es schwieriger: Der Wind hatte auf 16 Knoten aufgefrischt.
1) Ich rollte das Segel komplett nach Lee aus und holte die Schot dicht.
2) Das Fall fierte ich langsam, um das Segel kontrolliert herunterzuholen.
3) Normalerweise muss man die Insekten von Hand abklopfen, aber das erledigte der Wind für mich.
4) Ich achtete darauf, dass das Segel nicht über die Seereling hing, und zog es immer wieder an Deck.
5) An Land faltete ich die Genua nach derselben Methode: erst entlang des Vorlieks, dann am Unterliek vom Hals zum Schothorn.
6) Ich sicherte sie mit Segelbindern aus Nylon (Sailties) und verstaute sie im Segelsack.
7) Maße der Genua: 5,2 m × 9,8 m × 9,6 m, Fläche etwa 24,5 m². Die Dokumentation nennt als Maximalmaße für die Ohlson 29: 5 m × 10,8 m, Fläche 25,5 m².
Der Tag ging zu Ende. Beim Blick auf die ordentlich zusammengelegten Segel spürte ich Zufriedenheit und dachte an den heißen Kaffee, der zu Hause auf mich wartete.
#Wartung
Ich hatte Glück: Der Wind kam von vorn, das machte das Abschlagen des Großsegels leichter.
1) Zum Abschlagen zog ich das Segel ganz hoch und schraubte die Stopperleiste ab, die die Rutscher in der Mastnut hält.
2) Beim Hochziehen sah ich mir das Großsegel von beiden Seiten genau an – in den Falten verstecken sich oft Baumwanzen, Florfliegen und Spinnen mit ihren Eiern. Ich wischte sie mit einer schnellen Bewegung weg oder klopfte von der anderen Seite dagegen.
3) Beim Bergen drehte ich die Schrauben heraus, die die Latten halten – Kunststoffstäbe, die dem Segel seine Form geben.
4) Ich löste die Reffleinen, die Großschot sowie Kopf und Hals und fotografierte dabei jeden Knoten.
5) Das Segel an Bord zusammenzulegen war schwierig, also brachte ich es an Land. Dort breitete ich es aus und legte es nach der Methode aus dem Buch „Care and Repair of Sails“ von J. Howard-Williams zusammen: Den Kopf hielt ich am Vorliek, legte das Tuch in Ziehharmonikafalten und rollte es dann vom Vorliek zum Achterliek auf.
6) Das Großsegel kam in den Segelsack.
7) Ich nahm Maß: 2,8 m am Unterliek, 9 m in der Höhe. Die Fläche beträgt etwa 13 m² und entspricht damit fast den offiziellen Angaben – 3 m × 9,2 m.
Beim Verstauen des Großsegels fiel mir eine alte Aufschrift auf dem Sack auf:
O 29
Fullstar
170
O 29 – das Yachtmodell Ohlson 29, 170 – die Segelnummer. Fullstar, so hieß vermutlich ursprünglich meine Rassvet. Als ich sie kaufte, prangte am Heck schon der Name Montezuma.
Mit der Genua war es schwieriger: Der Wind hatte auf 16 Knoten aufgefrischt.
1) Ich rollte das Segel komplett nach Lee aus und holte die Schot dicht.
2) Das Fall fierte ich langsam, um das Segel kontrolliert herunterzuholen.
3) Normalerweise muss man die Insekten von Hand abklopfen, aber das erledigte der Wind für mich.
4) Ich achtete darauf, dass das Segel nicht über die Seereling hing, und zog es immer wieder an Deck.
5) An Land faltete ich die Genua nach derselben Methode: erst entlang des Vorlieks, dann am Unterliek vom Hals zum Schothorn.
6) Ich sicherte sie mit Segelbindern aus Nylon (Sailties) und verstaute sie im Segelsack.
7) Maße der Genua: 5,2 m × 9,8 m × 9,6 m, Fläche etwa 24,5 m². Die Dokumentation nennt als Maximalmaße für die Ohlson 29: 5 m × 10,8 m, Fläche 25,5 m².
Der Tag ging zu Ende. Beim Blick auf die ordentlich zusammengelegten Segel spürte ich Zufriedenheit und dachte an den heißen Kaffee, der zu Hause auf mich wartete.
#Wartung
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