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2017 luden uns die Eltern meiner Frau ein, mit ihnen Urlaub in Kroatien zu machen – mit einer Charteryacht für eine Woche. Bis dahin war ich überzeugt, Yachten seien die Megayachten von Oligarchen, die man als privaten Nachtclub nutzt und auf denen man mit dem Hubschrauber landet. Ich hakte bei Mascha sogar nach, ob ich wirklich alles über ihre Familie weiß.
Gleich am ersten Tag, auf der Passage von Trogir nach Milna, erwischte uns völlig unerwartet eine Bö mit 35 Knoten. Der Regen prasselte so schmerzhaft, als wäre es Hagel, wühlte ringsum das Meer auf und hüllte alles in einen Nebel aus Gischt. Auf unserer Beneteau Oceanis 45 „Evelina“ stand in diesem Moment volles Tuch. Die Yacht schoss in die Sonne, die Leeseite lag im Wasser. Die Zeit schien stillzustehen. Ich hielt Mascha und die Reling fest, während ihr Vater sich auf der anderen Seite an den Salingen entlang zum Organizer vorarbeitete, um das Segel fallen zu lassen. Noch nie im Leben hatte ich einen solchen Adrenalinrausch erlebt.
Leider hatte das Maschas Schwester so erschreckt, dass wir an den übrigen Tagen kein einziges Mal mehr Segel setzten. Trotzdem genoss ich jede Sekunde auf See.
Wir waren in Trogir, Milna, Palmižana, Hvar und Stari Grad. Es war herrlich, über das azurblaue Meer zu segeln, darüber zu lachen, wie nackte Männer vom Nachbarboot ins Wasser sprangen, im glasklaren Wasser vor einer unbewohnten Insel zu baden und an der Tankstelle beim Längsseitsanlegen eine schlechte Figur zu machen.
Es war der ungewöhnlichste Urlaub meines Lebens.
#Passage #navigare
Gleich am ersten Tag, auf der Passage von Trogir nach Milna, erwischte uns völlig unerwartet eine Bö mit 35 Knoten. Der Regen prasselte so schmerzhaft, als wäre es Hagel, wühlte ringsum das Meer auf und hüllte alles in einen Nebel aus Gischt. Auf unserer Beneteau Oceanis 45 „Evelina“ stand in diesem Moment volles Tuch. Die Yacht schoss in die Sonne, die Leeseite lag im Wasser. Die Zeit schien stillzustehen. Ich hielt Mascha und die Reling fest, während ihr Vater sich auf der anderen Seite an den Salingen entlang zum Organizer vorarbeitete, um das Segel fallen zu lassen. Noch nie im Leben hatte ich einen solchen Adrenalinrausch erlebt.
Leider hatte das Maschas Schwester so erschreckt, dass wir an den übrigen Tagen kein einziges Mal mehr Segel setzten. Trotzdem genoss ich jede Sekunde auf See.
Wir waren in Trogir, Milna, Palmižana, Hvar und Stari Grad. Es war herrlich, über das azurblaue Meer zu segeln, darüber zu lachen, wie nackte Männer vom Nachbarboot ins Wasser sprangen, im glasklaren Wasser vor einer unbewohnten Insel zu baden und an der Tankstelle beim Längsseitsanlegen eine schlechte Figur zu machen.
Es war der ungewöhnlichste Urlaub meines Lebens.
#Passage #navigare
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