Refit-Geschichte / Rassvet · Ohlson 29
Relingsstütze und zwei Meter Bordwand
Die auf Bornholm herausgerissene Relingsstütze bekam eine provisorische Befestigung. Ein Jahr später legte ein erneuter Schaden nasse Einlagen frei, und daraus wurde eine Instandsetzung der Bordwand.
Eintrag vom 12. Juni 2025
Reparatur auf Bornholm
Der erste Schaden und die Reparatur der Halterung unterwegs.
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Reparatur einer Relingsstütze
An einem windigen Tag in Rønne wurde das Boot besonders hart gegen die Pier gedrückt. Die Fender schufteten bis zum Anschlag. Für eine 50 Jahre alte Relingsstütze war das der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte. Die mittlere. Genau die, an der beide Hauptfender hängen.
Zuerst dachte ich daran, die Stütze durch eine neue zu ersetzen, aber die hätte zwischen den anderen hervorgestochen und das Gesamtbild gestört. Bei genauerem Hinsehen merkte ich: Die Stütze war mit zwei Stiften auf die Fußreling geschweißt. Die Stifte saßen noch an ihrem Platz, die Stütze selbst war abgebrochen.
Wie der Plan entstand
Erst wusste ich nicht, was ich tun sollte. Zum ersten Mal beschloss ich, ChatGPT zu fragen – ich beschrieb das Problem und hängte Fotos an. Ehrlich gesagt war ich skeptisch, aber das Ergebnis hat mich überrascht:
• Ich bekam mehrere Reparaturvarianten,
• wählte eine aus und bat um Details,
• dann um eine Liste der nötigen Werkzeuge und Materialien,
• im Laden fotografierte ich die Einkäufe und fragte nach, ob ich alles richtig ausgewählt hatte,
• während der Reparatur stellte ich Fragen – und bekam hilfreiche Tipps.
Hier der Link zum Chatverlauf, falls es dich interessiert: ChatGPT.
Der Plan
1. Säubern. Bruchstelle und Stütze habe ich mit Schleifpapier bearbeitet, das von den Winterarbeiten übrig war.
2. Ausgleichen. Falls nötig, die Bruchstelle mit Winkelschleifer oder Dremel plan schleifen.
3. Stift anbohren. Erst mit 2 mm, dann mit 4,2 mm. Geeignet sind HSS-E oder HSS-Co, die gut mit Edelstahl (INOX) zurechtkommen. Langsam bohren, mit niedriger Drehzahl, alle paar Sekunden WD-40 nachgeben. ⚠️ Wichtig: Wenn Späne ins Loch geraten, mit Druckluft oder ebenfalls mit WD-40 ausblasen. Bei mir hat sich der Bohrer verklemmt und ist abgebrochen – ich musste daneben bohren und das Bruchstück heraushebeln.
4. Gewinde schneiden. Mit einem M5-Gewindebohrer das Gewinde geschnitten (Kernloch 4,2 mm). Ein Windeisen ist Pflicht – ohne geht es nicht.
5. Gelcoat ausbessern. Falls es beschädigt ist, unbedingt ausbessern, damit sich keine Risse bilden und keine Osmose entsteht.
6. Abdichten. Auf die Befestigungsstelle und die Schrauben habe ich Tikalflex Contact 12 aufgetragen. Sikaflex 291 oder 591 gehen auch.
7. Montage. Die Stütze mit einer Schraube M5 x 20 mm aus seewasserfestem Edelstahl (A4) befestigt.
Werkzeug und Material
• Schleifpapier (jede Körnung von 80 bis 240 geht)
• Winkelschleifer / Dremel (bei Bedarf)
• Bohrer HSS-Co 2 mm (zum Vorbohren) – 3 €
• Bohrer HSS-Co 4,2 mm (für den M5-Gewindebohrer) – 4 €
• Windeisen (für den Gewindebohrer) – 8 €
• Gewindebohrer M5 – 5 €
• Schrauben M5 x 20 mm A4 – 2 Stück, 1 €
• Unterlegscheiben M5 A4 – 2 Stück, 0,5 €
• Selbstschneidende Schrauben A4 (für die seitliche Befestigung) – 2 Stück, 1 €
• WD-40 – war vorhanden
• Gelcoat – war vorhanden
• Dichtmasse Tikalflex Contact 12 – war vorhanden
• Bohrmaschine – war vorhanden
• Feuchttücher – waren vorhanden
💰 Summe: 22,5 €
Fazit
Am Ende stand die Stütze für ein paar Dutzend Euro und einige Stunden Arbeit wieder an ihrem Platz – sauber, solide und ohne sichtbare Spuren des Eingriffs. Ich war nicht nur mit dem Ergebnis zufrieden, sondern auch überrascht, wie kompetent und präzise die Hilfe von ChatGPT war. Aus Erfahrung kann ich sagen: Bei solchen Aufgaben steht ChatGPT einem echten Handwerker in nichts nach – manchmal ist es sogar schneller und genauer. Wenn du deine Fragen klar formulierst, wird dieses Werkzeug zu einem echten Helfer – für alle und in den unterschiedlichsten Situationen.
#Wartung
An einem windigen Tag in Rønne wurde das Boot besonders hart gegen die Pier gedrückt. Die Fender schufteten bis zum Anschlag. Für eine 50 Jahre alte Relingsstütze war das der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte. Die mittlere. Genau die, an der beide Hauptfender hängen.
Zuerst dachte ich daran, die Stütze durch eine neue zu ersetzen, aber die hätte zwischen den anderen hervorgestochen und das Gesamtbild gestört. Bei genauerem Hinsehen merkte ich: Die Stütze war mit zwei Stiften auf die Fußreling geschweißt. Die Stifte saßen noch an ihrem Platz, die Stütze selbst war abgebrochen.
Wie der Plan entstand
Erst wusste ich nicht, was ich tun sollte. Zum ersten Mal beschloss ich, ChatGPT zu fragen – ich beschrieb das Problem und hängte Fotos an. Ehrlich gesagt war ich skeptisch, aber das Ergebnis hat mich überrascht:
• Ich bekam mehrere Reparaturvarianten,
• wählte eine aus und bat um Details,
• dann um eine Liste der nötigen Werkzeuge und Materialien,
• im Laden fotografierte ich die Einkäufe und fragte nach, ob ich alles richtig ausgewählt hatte,
• während der Reparatur stellte ich Fragen – und bekam hilfreiche Tipps.
Hier der Link zum Chatverlauf, falls es dich interessiert: ChatGPT.
Der Plan
1. Säubern. Bruchstelle und Stütze habe ich mit Schleifpapier bearbeitet, das von den Winterarbeiten übrig war.
2. Ausgleichen. Falls nötig, die Bruchstelle mit Winkelschleifer oder Dremel plan schleifen.
3. Stift anbohren. Erst mit 2 mm, dann mit 4,2 mm. Geeignet sind HSS-E oder HSS-Co, die gut mit Edelstahl (INOX) zurechtkommen. Langsam bohren, mit niedriger Drehzahl, alle paar Sekunden WD-40 nachgeben. ⚠️ Wichtig: Wenn Späne ins Loch geraten, mit Druckluft oder ebenfalls mit WD-40 ausblasen. Bei mir hat sich der Bohrer verklemmt und ist abgebrochen – ich musste daneben bohren und das Bruchstück heraushebeln.
4. Gewinde schneiden. Mit einem M5-Gewindebohrer das Gewinde geschnitten (Kernloch 4,2 mm). Ein Windeisen ist Pflicht – ohne geht es nicht.
5. Gelcoat ausbessern. Falls es beschädigt ist, unbedingt ausbessern, damit sich keine Risse bilden und keine Osmose entsteht.
6. Abdichten. Auf die Befestigungsstelle und die Schrauben habe ich Tikalflex Contact 12 aufgetragen. Sikaflex 291 oder 591 gehen auch.
7. Montage. Die Stütze mit einer Schraube M5 x 20 mm aus seewasserfestem Edelstahl (A4) befestigt.
Werkzeug und Material
• Schleifpapier (jede Körnung von 80 bis 240 geht)
• Winkelschleifer / Dremel (bei Bedarf)
• Bohrer HSS-Co 2 mm (zum Vorbohren) – 3 €
• Bohrer HSS-Co 4,2 mm (für den M5-Gewindebohrer) – 4 €
• Windeisen (für den Gewindebohrer) – 8 €
• Gewindebohrer M5 – 5 €
• Schrauben M5 x 20 mm A4 – 2 Stück, 1 €
• Unterlegscheiben M5 A4 – 2 Stück, 0,5 €
• Selbstschneidende Schrauben A4 (für die seitliche Befestigung) – 2 Stück, 1 €
• WD-40 – war vorhanden
• Gelcoat – war vorhanden
• Dichtmasse Tikalflex Contact 12 – war vorhanden
• Bohrmaschine – war vorhanden
• Feuchttücher – waren vorhanden
💰 Summe: 22,5 €
Fazit
Am Ende stand die Stütze für ein paar Dutzend Euro und einige Stunden Arbeit wieder an ihrem Platz – sauber, solide und ohne sichtbare Spuren des Eingriffs. Ich war nicht nur mit dem Ergebnis zufrieden, sondern auch überrascht, wie kompetent und präzise die Hilfe von ChatGPT war. Aus Erfahrung kann ich sagen: Bei solchen Aufgaben steht ChatGPT einem echten Handwerker in nichts nach – manchmal ist es sogar schneller und genauer. Wenn du deine Fragen klar formulierst, wird dieses Werkzeug zu einem echten Helfer – für alle und in den unterschiedlichsten Situationen.
#Wartung
Eintrag vom 5. Mai 2026
Bordwand öffnen und instand setzen
Wieder gebrochen, nasse Späne, Trocknen, verstärkte Spachtelmasse und eine neue Befestigung. Im selben Beitrag gleich mit repariert: Luke und Bugkorb.
Alle Bilder dieser Etappe10 Fotos
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Wie aus einer Relingsstütze eine Reparatur der Bordwand wurde
Vor einem Jahr, als ich auf Bornholm einen Sturm abwartete, wurde mir eine Relingsstütze herausgerissen. Damals reparierte ich sie so, wie es die Lage eben zuließ. In die alten M8-Stahlbolzen, die noch in der Bordwand steckten, schnitt ich M5-Gewinde und schraubte die Stütze wieder fest.
In diesem Frühjahr sah ich, dass dieselbe Stütze wieder herausgerissen war. Offenbar hatte die Persenning im Wind kräftig seitlich daran gezogen. Diesmal wollte ich den Kompromiss vom letzten Mal nicht wiederholen und die Reparatur gründlicher angehen.
Der Plan bis zum ersten Bohrloch
Die Idee war einfach. Die alten Löcher aufweiten, das schwache Material drumherum ausräumen, den Hohlraum mit Epoxid füllen, dann neue Durchgangslöcher für M6-Bolzen bohren und die Stütze von innen, vom Salon aus, verschrauben.
Der Plan war gut – bis ich die Bohrmaschine in die Hand nahm.
Kaum hatte ich angefangen zu bohren, kamen am Bohrer entlang feuchte Holzspäne heraus. Unter dem Fuß der Stütze steckte in der Bordwand also ein Holzeinsatz. Der sollte einmal die Last verteilen. Aber es war Wasser eingedrungen, und das Holz war zu nassem Brei geworden. Jetzt ging es nicht mehr um die Löcher, sondern um die Auflage selbst.
Ausgrabung statt Reparatur
Ich fing an, das aufgeweichte Material mit einem Schraubendreher herauszukratzen, um auf trockenen, festen Untergrund zu kommen. Anfangs war die Öffnung in der Bordwand kleiner als der Fuß der Stütze. Dann nahm ich auf jeder Seite etwa 10 Zentimeter dazu. Dann noch einmal 10.
Dann stellte sich heraus, dass der Holzeinsatz nur direkt unter der Stütze saß und der restliche Raum mit etwas Schaumartigem gefüllt war. Auch das hatte sich mit Wasser vollgesogen und war zu einer bröseligen Masse geworden.
Ab da glaubte ich nicht mehr an eine punktuelle Reparatur und nahm gleich Abschnitte von 30 Zentimetern heraus. Der Prozess hatte keine schöne Grenze, an der man sagen konnte: „Hier ist das Boot wieder ein Boot.“ Am Ende hatte ich etwa zwei Meter Bordwand geöffnet, bis ich bei den Einsätzen unter den benachbarten Stützen ankam.
Die Rinne säuberte ich, so gut es ging, und ließ sie bis zum nächsten Wochenende trocknen.
Neu auffüllen
Eine Woche später klebte ich die Öffnungen auf der Salonseite mit Gewebeband ab. Hier muss alles so dicht wie möglich anliegen. Epoxid ist flüssig und findet auch den feinsten Spalt.
In einem Plastikbecher rührte ich Zweikomponenten-Epoxid an, gab Baumwollflocken zum Andicken dazu und Schnipsel aus Glasfasergewebe, damit die Füllung weniger spröde wird. Heraus kam eine dicke, zähe Masse. Die stopfte ich fest in die Bordwand und versuchte, das ganze Volumen ohne Hohlräume und Blasen zu füllen. Verbraucht habe ich etwa anderthalb Liter.
Diese Mischung funktioniert als tragende Füllung, aber eine glatte Außenfläche bekommt man damit schwer hin. Deshalb schliff ich am nächsten Tag die Oberseite ab und trug Epoxidspachtel auf. Von der Konsistenz her erinnert er an dicken Schmand. Ich rührte ihn auf einem Stück Pappe an, trug ihn mit dem Spachtel auf und zog die Fläche glatt.
Dann folgte die übliche Reihenfolge: Schleifen, Grundierung und drei Schichten Farbe, genau wie damals vor einem Jahr. Anschließend bohrte ich zwei Durchgangslöcher für M6-Bolzen, setzte die Befestigung in Marine-Dichtmasse und montierte die Stütze neu – diesmal mit ordentlicher Befestigung von innen.
Nebenbei noch zwei Reparaturen
Parallel zu dieser Geschichte fanden sich noch zwei weitere Aufgaben.
Die erste betraf die Luke. Ihre Scharniere waren gebrochen, und gleich große ließen sich nicht mehr finden. Ich baute die alten ab, füllte die bisherigen Löcher mit Epoxid, schliff, strich die Fläche und montierte neue Scharniere.
Die zweite Geschichte stammte noch von dem Stoß in der Schleuse im letzten Sommer. Am Bugkorb war die Fußplatte aus Edelstahl verbogen, und am Bug war ein kleines Stück abgeplatzt. Unter die Platte brachte ich Epoxidspachtel ein, um den Spalt gegen Wasser zu schließen und die Auflagefläche zu vergrößern. Die abgeplatzte Stelle baute ich mit demselben Spachtel wieder auf.
Angefangen hatte ich also mit einer herausgerissenen Stütze, aufgehört mit der Reparatur von Schanzkleid, Luke und Bugkorb. Wenn sich rund um einen Decksbeschlag Feuchtigkeit zeigt, muss man den ganzen Bereich drumherum prüfen. Manchmal kommst du, um eine Stütze wieder anzuschrauben, und am Ende änderst du das ganze Befestigungsprinzip. So sieht Wartung aus: Du behebst einen Mangel, und das Boot legt dir eine Liste verwandter Aufgaben vor – samt nasser Späne.
#Wartung
Vor einem Jahr, als ich auf Bornholm einen Sturm abwartete, wurde mir eine Relingsstütze herausgerissen. Damals reparierte ich sie so, wie es die Lage eben zuließ. In die alten M8-Stahlbolzen, die noch in der Bordwand steckten, schnitt ich M5-Gewinde und schraubte die Stütze wieder fest.
In diesem Frühjahr sah ich, dass dieselbe Stütze wieder herausgerissen war. Offenbar hatte die Persenning im Wind kräftig seitlich daran gezogen. Diesmal wollte ich den Kompromiss vom letzten Mal nicht wiederholen und die Reparatur gründlicher angehen.
Der Plan bis zum ersten Bohrloch
Die Idee war einfach. Die alten Löcher aufweiten, das schwache Material drumherum ausräumen, den Hohlraum mit Epoxid füllen, dann neue Durchgangslöcher für M6-Bolzen bohren und die Stütze von innen, vom Salon aus, verschrauben.
Der Plan war gut – bis ich die Bohrmaschine in die Hand nahm.
Kaum hatte ich angefangen zu bohren, kamen am Bohrer entlang feuchte Holzspäne heraus. Unter dem Fuß der Stütze steckte in der Bordwand also ein Holzeinsatz. Der sollte einmal die Last verteilen. Aber es war Wasser eingedrungen, und das Holz war zu nassem Brei geworden. Jetzt ging es nicht mehr um die Löcher, sondern um die Auflage selbst.
Ausgrabung statt Reparatur
Ich fing an, das aufgeweichte Material mit einem Schraubendreher herauszukratzen, um auf trockenen, festen Untergrund zu kommen. Anfangs war die Öffnung in der Bordwand kleiner als der Fuß der Stütze. Dann nahm ich auf jeder Seite etwa 10 Zentimeter dazu. Dann noch einmal 10.
Dann stellte sich heraus, dass der Holzeinsatz nur direkt unter der Stütze saß und der restliche Raum mit etwas Schaumartigem gefüllt war. Auch das hatte sich mit Wasser vollgesogen und war zu einer bröseligen Masse geworden.
Ab da glaubte ich nicht mehr an eine punktuelle Reparatur und nahm gleich Abschnitte von 30 Zentimetern heraus. Der Prozess hatte keine schöne Grenze, an der man sagen konnte: „Hier ist das Boot wieder ein Boot.“ Am Ende hatte ich etwa zwei Meter Bordwand geöffnet, bis ich bei den Einsätzen unter den benachbarten Stützen ankam.
Die Rinne säuberte ich, so gut es ging, und ließ sie bis zum nächsten Wochenende trocknen.
Neu auffüllen
Eine Woche später klebte ich die Öffnungen auf der Salonseite mit Gewebeband ab. Hier muss alles so dicht wie möglich anliegen. Epoxid ist flüssig und findet auch den feinsten Spalt.
In einem Plastikbecher rührte ich Zweikomponenten-Epoxid an, gab Baumwollflocken zum Andicken dazu und Schnipsel aus Glasfasergewebe, damit die Füllung weniger spröde wird. Heraus kam eine dicke, zähe Masse. Die stopfte ich fest in die Bordwand und versuchte, das ganze Volumen ohne Hohlräume und Blasen zu füllen. Verbraucht habe ich etwa anderthalb Liter.
Diese Mischung funktioniert als tragende Füllung, aber eine glatte Außenfläche bekommt man damit schwer hin. Deshalb schliff ich am nächsten Tag die Oberseite ab und trug Epoxidspachtel auf. Von der Konsistenz her erinnert er an dicken Schmand. Ich rührte ihn auf einem Stück Pappe an, trug ihn mit dem Spachtel auf und zog die Fläche glatt.
Dann folgte die übliche Reihenfolge: Schleifen, Grundierung und drei Schichten Farbe, genau wie damals vor einem Jahr. Anschließend bohrte ich zwei Durchgangslöcher für M6-Bolzen, setzte die Befestigung in Marine-Dichtmasse und montierte die Stütze neu – diesmal mit ordentlicher Befestigung von innen.
Nebenbei noch zwei Reparaturen
Parallel zu dieser Geschichte fanden sich noch zwei weitere Aufgaben.
Die erste betraf die Luke. Ihre Scharniere waren gebrochen, und gleich große ließen sich nicht mehr finden. Ich baute die alten ab, füllte die bisherigen Löcher mit Epoxid, schliff, strich die Fläche und montierte neue Scharniere.
Die zweite Geschichte stammte noch von dem Stoß in der Schleuse im letzten Sommer. Am Bugkorb war die Fußplatte aus Edelstahl verbogen, und am Bug war ein kleines Stück abgeplatzt. Unter die Platte brachte ich Epoxidspachtel ein, um den Spalt gegen Wasser zu schließen und die Auflagefläche zu vergrößern. Die abgeplatzte Stelle baute ich mit demselben Spachtel wieder auf.
Angefangen hatte ich also mit einer herausgerissenen Stütze, aufgehört mit der Reparatur von Schanzkleid, Luke und Bugkorb. Wenn sich rund um einen Decksbeschlag Feuchtigkeit zeigt, muss man den ganzen Bereich drumherum prüfen. Manchmal kommst du, um eine Stütze wieder anzuschrauben, und am Ende änderst du das ganze Befestigungsprinzip. So sieht Wartung aus: Du behebst einen Mangel, und das Boot legt dir eine Liste verwandter Aufgaben vor – samt nasser Späne.
#Wartung
Laut letztem Eintrag
Wie die Geschichte ausging
Das nasse Füllmaterial ist entfernt, die Bordwand neu aufgefüllt und gestrichen. Die Stütze ist mit durchgehenden Bolzen vom Salon aus befestigt.
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