Vor einem Jahr, vom 4. bis 14. November 2022, machte ich den RYA Day Skipper im Solent, im letzten Kurs der Capstan Sailing School unter Aubrey Wallis. Um mich herum fand sich eine Crew großartiger Leute, mit denen das Segeln all die Tage einfach angenehm war. Noch wichtiger aber: Ich hatte das Glück, bei schwerem Wetter zu lernen.
Erstens erwischten wir Springtiden. Etwa 3-mal hätte der Kiel auf dem Weg in die Marina bei Ebbe beinahe den Grund berührt. Gegen die Strömung musste der Motor fast mit Vollgas laufen. Und am vorletzten Tag hatten wir den zunehmenden Strom falsch eingerechnet und wurden mehr als eine Seemeile von unserem berechneten Punkt versetzt. Erst durch diesen Fehler begriff ich, wie sehr die Gezeiten die Routenplanung bestimmen.
Zweitens wehte es fast die ganze erste Woche konstant mit 25–32 Knoten. Und auf den Passagen am zweiten und dritten Tag erwischten uns Böen bis 47 Knoten. Alle arbeiteten sauber: kein Sonnenschuss, kein Abkommen vom Kurs. Manchmal muss man so etwas einfach durchstehen, um zu begreifen, dass daran nichts Schlimmes ist – die Elemente toben, aber vorhersehbar und beherrschbar.
Zu einem guten Teil dank dieser Erfahrung gelang mir die Überführung der Yacht von Schweden nach Deutschland in diesem Frühjahr – einhand.
Zu diesem kleinen Jubiläum habe ich ein Video über diese Abenteuer zusammengeschnitten. Keine Kommentare, nur Segeln.
#kabestan
Erstens erwischten wir Springtiden. Etwa 3-mal hätte der Kiel auf dem Weg in die Marina bei Ebbe beinahe den Grund berührt. Gegen die Strömung musste der Motor fast mit Vollgas laufen. Und am vorletzten Tag hatten wir den zunehmenden Strom falsch eingerechnet und wurden mehr als eine Seemeile von unserem berechneten Punkt versetzt. Erst durch diesen Fehler begriff ich, wie sehr die Gezeiten die Routenplanung bestimmen.
Zweitens wehte es fast die ganze erste Woche konstant mit 25–32 Knoten. Und auf den Passagen am zweiten und dritten Tag erwischten uns Böen bis 47 Knoten. Alle arbeiteten sauber: kein Sonnenschuss, kein Abkommen vom Kurs. Manchmal muss man so etwas einfach durchstehen, um zu begreifen, dass daran nichts Schlimmes ist – die Elemente toben, aber vorhersehbar und beherrschbar.
Zu einem guten Teil dank dieser Erfahrung gelang mir die Überführung der Yacht von Schweden nach Deutschland in diesem Frühjahr – einhand.
Zu diesem kleinen Jubiläum habe ich ein Video über diese Abenteuer zusammengeschnitten. Keine Kommentare, nur Segeln.
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