In diesem Beitrag10 Fotos
Vom 5. bis 7. September 2025 fand in der Marina Wedel das jährliche Hamburg Yachtfestival statt. Da das nicht weit von Hamburg ist, beschlossen Grigori und ich, vorbeizuschauen und zu sehen, was es dieses Jahr Neues gibt.
Flohmarkt
Das eigentliche Juwel des Festivals war der Flohmarkt. Gleich am Eingang standen Reihen mit den unglaublichsten maritimen Dingen – von Messingkompassen bis zu Schiffswerkzeug. Wir verbrachten dort ein paar Stunden, stöberten in den Fundstücken und plauderten mit den Händlern.
Ich bin nicht mit leeren Händen gegangen: eine Schweizer Bohrmaschine für 7 Euro, ein Radarreflektor aus Aluminium für 8 und ein 3D-Mesh-Gewebe als Matratzenunterlage für 10. Alles in bestem Zustand. Im Laden kosten solche Sachen das Fünf- bis Zehnfache – ein echter Fang!
Das Festivalgelände
Gleich hinter dem Markt begann der Hauptbereich. Entlang der Promenade standen Dutzende Zelte mit Kleidung, Yachtausrüstung und Zubehör. Wir haben uns alles angesehen, aber die Preise hatten offenbar Rückenwind – sie flogen weit über unsere Erwartungen hinaus. Dafür gab es gleich nebenan Foodtrucks mit duftendem Essen. Wir holten uns jeder ein Schawarma und setzten uns an die Bühne neben dem Vortragszelt.
Vorträge
In einem großen Zelt liefen Vorträge zu maritimen Themen. Alles auf Deutsch, aber mein Niveau reicht inzwischen, um das Wesentliche zu verstehen. Im ersten Vortrag ging es um NMEA 2000 – den Standard, über den die Bordinstrumente miteinander kommunizieren.
Danach sprach ein 19-Jähriger, der davon träumt, beim Mini Transat zu starten – einem Einhandrennen über den Atlantik auf einer winzigen Yacht. Geld hat er keins, dafür Entschlossenheit und den Glauben an sein Glück. Er tingelt über Festivals, sucht Sponsoren und ist bereit, es mit dem Ozean aufzunehmen. Die Teilnahme an diesem Rennen ist seine Chance, bekannt zu werden und in den Profisport zu kommen. Seine Begeisterung war ansteckend: Da will einer mit leeren Taschen und einem strahlenden Lächeln den Atlantik überqueren.
Zum Abschluss gab es einen Vortrag über Segel – wie man ihre Form an Wind und Kurs anpasst. Zur Veranschaulichung kam sogar ein Yachtmodell im Miniaturformat zum Einsatz.
Ferngesteuerte Yachten
Am Steg liefen Rennen mit RC-Yachten – ferngesteuerten Miniatursegelbooten. Sie kreuzten zwischen zwei Farbeimern hin und her wie echte Regattasegler. Wir warteten, bis wir dran waren, bekamen die Fernbedienungen und probierten es selbst. Nach einer Minute packte uns der Ehrgeiz genauso wie auf dem Wasser. Sieht so aus, als hätte meine Wunschliste für Spielzeug einen neuen Eintrag.
Workshops
Parallel zu den Vorträgen liefen Workshops. In einem ging es um den Umgang mit dem Gennaker – einem großen Segel für achterlichen Wind. In einem anderen wurde gezeigt, wie eine Rettungsweste auslöst, wie man einen Menschen aus dem Wasser holt und wie eine Rettungsinsel entfaltet wird. Alles anschaulich und eindrucksvoll.
Training zur Leckabwehr
Am eindrücklichsten war das Training zur Leckabwehr. Auf dem Gelände stand eine Schulungsyacht der Segelschule Well Sailing, in der verschiedene Notfälle simuliert wurden. Der Ausbilder ließ Wasser in den Rumpf laufen, und die Teilnehmer mussten das Leck mit Bordmitteln stopfen. Als wir an der Reihe waren, schoss das Wasser nur so herein, und es fühlte sich absolut echt an. Wohl das einzige Mal, dass es nicht beängstigend, sondern lustig ist, ein Boot zu versenken. Dafür weiß ich jetzt: Die „Möhre“ funktioniert genauso gut wie ein Holzpfropfen!
Bilanz
Das Hamburg Yachtfestival hat uns jede Menge Eindrücke, Inspiration und nützliche Fundstücke beschert. Wir sind mit dem Gefühl zurückgekommen, dass sich der Tag gelohnt hat – wir haben Neues gelernt, interessante Leute kennengelernt und wieder einmal gemerkt: Segeln ist nicht einfach ein Sport, sondern eine Lebensweise. Nächstes Jahr fahren wir auf jeden Fall wieder hin.
#Verschiedenes
Flohmarkt
Das eigentliche Juwel des Festivals war der Flohmarkt. Gleich am Eingang standen Reihen mit den unglaublichsten maritimen Dingen – von Messingkompassen bis zu Schiffswerkzeug. Wir verbrachten dort ein paar Stunden, stöberten in den Fundstücken und plauderten mit den Händlern.
Ich bin nicht mit leeren Händen gegangen: eine Schweizer Bohrmaschine für 7 Euro, ein Radarreflektor aus Aluminium für 8 und ein 3D-Mesh-Gewebe als Matratzenunterlage für 10. Alles in bestem Zustand. Im Laden kosten solche Sachen das Fünf- bis Zehnfache – ein echter Fang!
Das Festivalgelände
Gleich hinter dem Markt begann der Hauptbereich. Entlang der Promenade standen Dutzende Zelte mit Kleidung, Yachtausrüstung und Zubehör. Wir haben uns alles angesehen, aber die Preise hatten offenbar Rückenwind – sie flogen weit über unsere Erwartungen hinaus. Dafür gab es gleich nebenan Foodtrucks mit duftendem Essen. Wir holten uns jeder ein Schawarma und setzten uns an die Bühne neben dem Vortragszelt.
Vorträge
In einem großen Zelt liefen Vorträge zu maritimen Themen. Alles auf Deutsch, aber mein Niveau reicht inzwischen, um das Wesentliche zu verstehen. Im ersten Vortrag ging es um NMEA 2000 – den Standard, über den die Bordinstrumente miteinander kommunizieren.
Danach sprach ein 19-Jähriger, der davon träumt, beim Mini Transat zu starten – einem Einhandrennen über den Atlantik auf einer winzigen Yacht. Geld hat er keins, dafür Entschlossenheit und den Glauben an sein Glück. Er tingelt über Festivals, sucht Sponsoren und ist bereit, es mit dem Ozean aufzunehmen. Die Teilnahme an diesem Rennen ist seine Chance, bekannt zu werden und in den Profisport zu kommen. Seine Begeisterung war ansteckend: Da will einer mit leeren Taschen und einem strahlenden Lächeln den Atlantik überqueren.
Zum Abschluss gab es einen Vortrag über Segel – wie man ihre Form an Wind und Kurs anpasst. Zur Veranschaulichung kam sogar ein Yachtmodell im Miniaturformat zum Einsatz.
Ferngesteuerte Yachten
Am Steg liefen Rennen mit RC-Yachten – ferngesteuerten Miniatursegelbooten. Sie kreuzten zwischen zwei Farbeimern hin und her wie echte Regattasegler. Wir warteten, bis wir dran waren, bekamen die Fernbedienungen und probierten es selbst. Nach einer Minute packte uns der Ehrgeiz genauso wie auf dem Wasser. Sieht so aus, als hätte meine Wunschliste für Spielzeug einen neuen Eintrag.
Workshops
Parallel zu den Vorträgen liefen Workshops. In einem ging es um den Umgang mit dem Gennaker – einem großen Segel für achterlichen Wind. In einem anderen wurde gezeigt, wie eine Rettungsweste auslöst, wie man einen Menschen aus dem Wasser holt und wie eine Rettungsinsel entfaltet wird. Alles anschaulich und eindrucksvoll.
Training zur Leckabwehr
Am eindrücklichsten war das Training zur Leckabwehr. Auf dem Gelände stand eine Schulungsyacht der Segelschule Well Sailing, in der verschiedene Notfälle simuliert wurden. Der Ausbilder ließ Wasser in den Rumpf laufen, und die Teilnehmer mussten das Leck mit Bordmitteln stopfen. Als wir an der Reihe waren, schoss das Wasser nur so herein, und es fühlte sich absolut echt an. Wohl das einzige Mal, dass es nicht beängstigend, sondern lustig ist, ein Boot zu versenken. Dafür weiß ich jetzt: Die „Möhre“ funktioniert genauso gut wie ein Holzpfropfen!
Bilanz
Das Hamburg Yachtfestival hat uns jede Menge Eindrücke, Inspiration und nützliche Fundstücke beschert. Wir sind mit dem Gefühl zurückgekommen, dass sich der Tag gelohnt hat – wir haben Neues gelernt, interessante Leute kennengelernt und wieder einmal gemerkt: Segeln ist nicht einfach ein Sport, sondern eine Lebensweise. Nächstes Jahr fahren wir auf jeden Fall wieder hin.
#Verschiedenes
Original und DiskussionBeitrag in Telegram öffnen ↗